„Macht aus dem Staat Gurkensalat!“

Ich glaube, ich muss mich wohl korrigieren, wenn ich der Meinung war, dass die Veranstaltung letzte Woche schon gut besucht war. Bei der Buchvorstellung mit anschließender Diskussion gestern wurde der Besucherandrang sogar noch getoppt! Immer mehr Leute trudelten nach und nach ein und immer mehr Stühle mussten noch dazugestellt werden. Und das trotz des schlechten Wetters!
von Admin (07.10.2011)

Ich glaube, ich muss mich wohl korrigieren, wenn ich der Meinung war, dass die Veranstaltung letzte Woche schon gut besucht war. Bei der Buchvorstellung mit anschließender Diskussion gestern wurde der Besucherandrang sogar noch getoppt! Immer mehr Leute trudelten nach und nach ein und immer mehr Stühle mussten noch dazugestellt werden. Und das trotz des schlechten Wetters!

„Macht aus dem Staat Gurkensalat!" war eine der Graffiti-Parolen, die im Oktober 1983 von einer Hand voll Jugendlichen an die Häuserfassaden in Weimar gesprüht wurden, die die DDR als Staat nicht ernst nehmen konnten. Daraufhin wurden sie von der Stasi und Polizei verfolgt, festgenommen und inhaftiert.
Das Buch berichtet vom Leben der unangepassten Jugendlichen in der späten DDR, von der Langeweile in einer Kleinstadt, dem Blödsinnmachen. Doch wird durch die Schilderungen immer wieder deutlich gemacht, dass die DDR für die Gruppe wie ein Gefängnis war.
Diese Erlebnisse erzählten nun gestern vier der damals Beteiligten - Jadke, Kirsten, Luther und Onißeit -, und stellten ihr Buch „Macht aus dem Staat Gurkensalat!" vor, welches gerade erschienen ist.

Das Buch ging gestern Abend weg wie warme Semmeln und die Autoren hatten folglich noch eine Menge zu signieren. Dabei hatten sie sichtlich Spaß und allgemein herrschte eine entspannte Atmosphäre, selbst bei einem so ernsten Thema.

An dieser Stelle möchte ich dann gleich auf Thomas Onißeit, einer der vier Autoren, verweisen, der übrigens auch im Jahre 1986 bei der Aktion Weißer Strich mitmachte. Wer genaueres über diese Protestaktion erfahren will, schaut einfach einmal hier nach.

Wer die Buchvorstellung leider verpasst hat, der braucht sich jedoch keine Sorgen zu machen, denn es gibt auch noch andere Termine, die auf der Website des Verlages zu finden sind. Und natürlich kann man dort auch direkt das Buch kaufen.


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