Kleinroller Simson KR 51/2 E - die „Schwalbe“ zum II.

Noch heute ist sie im (ost)deutschen Straßenbild vertreten, vor allem natürlich in den Großstädten. Breite Sympathie gewann die Schwalbe aber erst nach der Deutschen Einheit, als sie zum „Kultmoped“ avancierte. In den 1980er Jahren waren z.B. das Mokick S51 oder die Rollermodelle der SR50-Reihe (lösten die Schwalbe ab) deutlich beliebter.
von Sören Marotz (14.11.2014)

Noch heute ist sie im (ost)deutschen Straßenbild vertreten, vor allem natürlich in den Großstädten. Breite Sympathie gewann die Schwalbe aber erst nach der Deutschen Einheit, als sie zum „Kultmoped“ avancierte. In den 1980er Jahren waren z.B. das Mokick S51 oder die Rollermodelle der SR50-Reihe (lösten die Schwalbe ab) deutlich beliebter.

Wir hatten bereits über die Schwalbe, genauer den -Simson KR (KleinRoller) 51/1- aus unserer Ausstellung berichtet. Das Moped mit Baujahr 1979 gehört zu den letzten gebauten Exemplaren mit gebläsegekühltem Motor und hat noch den Originallack. In der Sammlung haben wir auch die Betriebsanleitung für Simson Kleinfahrzeuge, Ausgabe 1969 und 1974; inkl. den technischen Datenblättern (in der Ausgabe 1969). Eine Rechnung der "Konsumgenossenschaft Kreis Meißen" über den Kauf einer Schwalbe für 1350 Mark in Dresden können wir auch schon unser Eigen nennen.

Neu in der Sammlung ist das Modell KR 51/2 E. Dieses Modell mit hydraulisch gedämpften Federbeinen und dem neuen 4-Gang-Motor stammt aus der letzten Baureihe und wurde von 1980 bis zum 31. März 1986 produziert. Wesentliche Neuerung war der neu konstruierte, fahrtwindgekühlte 3,7 PS-Motor aus dem S51. Dieser Motor war sparsamer, elastischer und mit wahlweise drei oder vier Gängen lieferbar. Durch den Wegfall des Gebläses verringerte sich der Geräuschpegel, jedoch war der Motor nun nicht mehr so gut vor Überhitzung geschützt. Seine Leistung entfaltete er nunmehr bereits bei vergleichsweise niedrigen Drehzahlen. Unser Modell kostete 1740,- Mark der DDR und stand immer trocken in der Garage in Halle-Neustadt. Ach übrigens: fahren ließe sich die vom Zustand her fast neuwertige Schwalbe in der Sammlung natürlich auch.

 

Daten:

- Hersteller: VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ in Suhl

- Baujahr 1981 (die „Schwalbe“ wurde von 1964-1986 über eine Million Mal gebaut)

- Kilometerstand: 830km

- Motor: fahrtwindgekühlter Zweitaktmotor mit 50 cm³

- Leistung: 3,7PS

- Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h

- Gewicht: 81,5 kg

- Verbrauch: unter 3l/ 100km

- Farbe: saharabraun (heller), ab 1984 biberbraun (dunkler)

- Stückzahl: 124.500

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