Joachim Gauck: Vorgeschlagen als "Bürger des Jahres"

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat einen Preis ins Leben gerufen, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird. Es handelt sich dabei um den "Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen" der bürgerschaftliches Engagement auszeichnen soll und mit 20.000 Euro dotiert ist.
von Melanie Alperstaedt (30.07.2010)

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat einen Preis ins Leben gerufen, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird. Es handelt sich dabei um den "Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen" der bürgerschaftliches Engagement auszeichnen soll und mit 20.000 Euro dotiert ist.

37 Zeitungen haben Vorschläge eingereicht, wobei Herr Gauck von vier unterschiedlichen Zeitungen vorgeschlagen wurde. Den Preisträger ermitteln die Chefredakteure der mehr als 300 im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger organisierten Zeitungen während einer gemeinsamen Jurysitzung beim Zeitungskongress im September in Essen.

Ich möchte zunächst, dass Sie sich ein Zitat von der Internetseite des Verbandes durchlesen: "Mit dem Preis zeichnet der BDZV Einzelpersonen oder Gruppen oder Institutionen, die sich in Deutschland lokal, regional oder auch mit bundesweitem Anspruch bürgerschaftlich engagieren beziehungsweise die in Deutschland etwas Großes leisten als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres" aus." (http://www.bdzv.de/bdzv_intern+M5c8a381bacd.html)

Und nun möchte ich, dass Sie sehen, wer ebenfalls nominiert wurde:

Selbst wenn die anderen nominierten Personen sich in ihrer Freizeit caritativ engagieren sollten und/oder Geld an wohltätige Organisationen spenden: Ich persönlich finde, dass ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat mit einer Lebensleistung wie die von Herrn Gauck nicht mit einem Fußballspieler in eine Kategorie gehört. Der Grund für mich ist, dass Herr Gauck sich viele Jahre seines Lebens, auch unter Druck, politisch engagiert hat. Für mich wiegt das schwerer, als ein Engagement aus einem (oft berechtigten!) priviligierten Leben heraus. Ich muss aber zugeben: Das kann man auch anders sehen.

Letztendlich: Ich frage mich, welche Zeitungen wohl welchen Kandidaten vorgeschlagen haben...



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