Interview „6 Fragen an...“ René Loock, Chefkoch im DDR-Restaurant Domklause

Das DDR-Restaurant Domklause gibt es seit Oktober 2010 und nicht viel später begann René Loock hier zu kochen. In diesem Monat stellte sich der Chefkoch meinen Fragen...
von Melanie Alperstaedt (29.11.2013)

Das DDR-Restaurant Domklause gibt es seit Oktober 2010 und nicht viel später begann René Loock hier zu kochen. In diesem Monat stellte sich der Chefkoch meinen Fragen...

Was machst du hier im Museum?

Als Chefkoch des DDR-Restaurants Domklause bin ich eher selten in der Ausstellung, mein Revier ist die Küche. Ich bin im Restaurant für die Planung der Küchenabläufe verantwortlich: Warenbestellungen, Dienstpläne für die Köche schreiben, Mengenkalkulation vornehmen, Preise festlegen…all das gehört zu meinem Arbeitsalltag. Und dann natürlich noch das, was mir am meisten Spaß macht: Kochen.

Wann sieht man dich?

Normalerweise sehen mich die Gäste nur selten, außer ich stehe kurz am Pass. Aber vor Ort bin ich fünf Tage in der Woche, meist von 10-18 Uhr. Selbstverständlich auch am Wochenende, aber das kenne ich als Koch gar nicht anders.

Und wo trifft man dich?

Hauptsächlich in der Küche, dann in meinem Büro und ab und zu in der Ladezone bei der Warenannahme und -kontrolle.

Was ist dein Lieblingsessen aus der Domklause und warum gerade das?

Definitiv das Jägerschnitzel, weil ich damit groß geworden bin. Dabei muss alles perfekt abgestimmt sein: Die Qualität der Jagdwurst muss stimmen, nicht zu viel Panade, nicht zu dick oder dünn und die Spirelli dürfen nicht zu weich sein. Das Jägerschnitzel ist halt ein typisches DDR-Gericht, ich kenne es noch von meiner Mutter und koche es auch privat sehr gern.

Lieblings DDR-Schlager, bei dem du mitsingen kannst?

Ich kann bei fast 90% aller Lieder, die hier als Hintergrundmusik in der Domklause gespielt werden, mitsingen. ;) Aber im Ernst: Besonders gern habe ich das Lied „Als ich fortging“ von Karussell das ist ein eher ruhiger und entspannter Titel. Toll finde ich auch „Kling Klang“ von Keimzeit, das ist eher fröhlich und macht richtig gute Laune. Ich kenne es auch von so einigen Stadtfesten, auf denen ich war.

Wenn du etwas aus dem DDR Museum mit nach Hause nehmen könntest, was wäre das?

Das wäre der Trabi! Mein Vater hatte auch einen und ich verbinde damit viele Kindheitserinnerungen. Ich würde Ihn mir vor die Haustür stellen, so dass ich Ihn immer im Blick hätte. Das mit dem Fahren wird nicht funktionieren, der Trabi aus der Ausstellung hat ja keinen Motor mehr…das erschwert dann natürlich auch den heimlichen Abtransport…

 

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