"Ich fand die Armee echt nicht gut" - Zeitzeugengespräch im DDR Museum

Gestern durften wir Reinhard Weißhuhn im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zeitzeugen im Gespräch" der Robert-Havemann-Gesellschaft begrüßen.
von Melanie Alperstaedt (03.11.2011)

Gestern durften wir Reinhard Weißhuhn im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zeitzeugen im Gespräch" der Robert-Havemann-Gesellschaft begrüßen.

Reinhard Weißhuhn wird 1951 in Dresden geboren. Nach Abitur und Studium arbeitet er seit 1973 als Stadtplaner des Stadtbezirksbauamtes Prenzlauer Berg. In Folge von Zersetzungsmaßnahmen des MfS wird er 1985 Projektant beim Baubüro des Diakonischen Werks in Ost-Berlin. Von 1991 bis 2002 ist er Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Gerd Poppe und Joschka Fischer, seit 2002 Mitarbeiter der Bundestagsfraktion von Bündnis90 / Die Grünen. Seit 1975 beteiligt er sich an oppositionellen Aktivitäten in verschiedenen Gruppen.

Während der gut besuchten Veranstaltung erzählte Herr Weißhuhn Persönliches und Privates aus der Zeit, die ihn zum "Linken" machte. Schon früh entschied er, dass die DDR und deren Führung seine "Feinde" seien und sein Bestreben war es, Ihnen entgegenzutreten.

Die Zuhörer verfolgten seine spannenden Erzählungen und erlebten, das historische Aufarbeitung nicht nur trocken ist, sondern auch in Form eines netten Gespräches stattfinden kann. Das Publikum hatte so die Möglichkeit, hautnah einen Einblick in die Biografie eines Oppositionellen zu erhalten und sich ein Bild davon zu machen, wer Reinhard Weißhuhn war und ist: Eine Person des Widerstands.

 


 

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