Heute im RBB um 22:45 Uhr: Der Dokumentarfilm “Rauswurf”

Bärbel Bohley war eine bedeutende Bürgerrechtlerin, eine kritische Denkerin, Künstlerin und Mitbegründerin des Neuen Forums. Sie engagierte sich für das Recht auf freie Meinungsäußerung, für die Rede- sowie die Reisefreiheit in der DDR. Nach der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration im Januar 1988 wurde sie mit weiteren Oppositionellen verhaftet und über die Bundesrepublik nach Großbritannien abgeschoben. Nach sechs Monaten erzwungenem Exil kehrte sie in die DDR zurück und initiierte im Jahre 1989 die Bürgerrechtsbewegung „Neues Forum". Sie besetzte gemeinsam mit anderen Aktivisten im September 1990 die Stasizentrale in der Normannenstraße und engagierte sich zeitlebens politisch. Für ihre Verdienste um die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung erhielt sie 1994 das Bundesverdienstkreuz und 2000 den Nationalpreis. Sie verstarb am 11. September 2010 mit nur 55 Jahren an Lungenkrebs. Während der Zeit ihres erzwungenen Exils hat sie ein Tagebuch geschrieben, auf das sich die heute ausgestrahlte Dokumentation stützt. Sie beschreibt den Weg Bohleys anhand ihrer eigenen Schilderungen und der Erinnerungen von Wegbegleitern.
von Melanie Alperstaedt (05.02.2013)

Bärbel Bohley war eine bedeutende Bürgerrechtlerin, eine kritische Denkerin, Künstlerin und Mitbegründerin des Neuen Forums. Sie engagierte sich für das Recht auf freie Meinungsäußerung, für die Rede- sowie die Reisefreiheit in der DDR. Nach der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration im Januar 1988 wurde sie mit weiteren Oppositionellen verhaftet und über die Bundesrepublik nach Großbritannien abgeschoben. Nach sechs Monaten erzwungenem Exil kehrte sie in die DDR zurück und initiierte im Jahre 1989 die Bürgerrechtsbewegung „Neues Forum". Sie besetzte gemeinsam mit anderen Aktivisten im September 1990 die Stasizentrale in der Normannenstraße und engagierte sich zeitlebens politisch. Für ihre Verdienste um die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung erhielt sie 1994 das Bundesverdienstkreuz und 2000 den Nationalpreis. Sie verstarb am 11. September 2010 mit nur 55 Jahren an Lungenkrebs.

Während der Zeit ihres erzwungenen Exils hat sie ein Tagebuch geschrieben, auf das sich die heute ausgestrahlte Dokumentation stützt. Sie beschreibt den Weg Bohleys anhand ihrer eigenen Schilderungen und der Erinnerungen von Wegbegleitern.

Abschließen möchte ich meinen Fernsehtipp mit einem Zitat von Frau Bohley:

„Ich wollte aber wieder zurück, denn wenn man etwas in eine Sache investiert hat, dann kann man es nicht aufgeben. Ich habe mich in der DDR auch zu Hause gefühlt, nicht weil ich sie liebe, sondern weil ich viele Freunde dort habe oder hatte. Insofern war es wirklich ein Ort, den man verändern muss. Ich habe im Westen gelernt, dass eine Opposition, zu der man sich bewusst bekennt, einfach in die DDR gehört und das hat die DDR-Opposition vorher nicht gemacht."
Alpha-Forum: Bärbel Bohley im Gespräch mit Dr. Ernst Emrich, Bayerischer Rundfunk, 18. September 2001

Heute im RBB, 22:45 Uhr : "Der Rauswurf. Tagebuch einer Umbequemen."

Weitere Informationen über Bärbel Bohley finden Sie auf ihrer Internetseite oder auch auf einer Sonderseite von Spiegel Online.

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