Glühwein, Gedrängel und Gute Laune - Viel Spaß während der Langen Nacht der Museen

Am Samstag war es wieder soweit: Wir haben an der Langen Nacht der Museen teilgenommen. Bereits vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr fanden sich die ersten "Nachtschwärmer" im Museum ein. Bis 2 Uhr in der Nacht war das Museum durchgängig gut besucht, so dass wir insgesamt auf ca. 4.900 Gäste kamen.
von Admin (01.02.2010)

Am Samstag war es wieder soweit: Wir haben an der Langen Nacht der Museen teilgenommen. Bereits vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr fanden sich die ersten "Nachtschwärmer" im Museum ein. Bis 2 Uhr in der Nacht war das Museum durchgängig gut besucht, so dass wir insgesamt auf ca. 4.900 Gäste kamen.

Damit waren wir, wie schon in den letzten Jahren, eines der meistbesuchten Museen während der Langen Nacht. Mir persönlich ist aufgefallen, dass viele internationale Besucher die Chance genutzt haben, mehrere Museen (und uns) in einer einzigen Nacht zu besuchen.
Und auch die Büro-Damen des DDR Museum haben ihre Chance genutzt: nämlich sich als Barkeeper, Kassierer oder Techniker zu beweisen.

Um 19:00 Uhr und um 22:00 Uhr hielt Herr Dr. Wolle einen interessanten Vortrag über den "Kalten Krieg im Kinderzimmer". Sehr spannend, denn meine Kolleginnen Melanie und Katrin haben einiges über Väterchen Frost, Ilja Muromez, das purpurrote Segel, Burratino und Tarzan gelernt. Die beiden bedienten die Technik während des Vortrags, was an sich schon ein recht aufregender Arbeitsauftrag für sie war. Sie sind jedoch fast ohne technische Probleme durch den Vortrag gekommen, und das, obwohl Technik ja bekanntlich so seine Tücken haben soll ;)
Weniger tückenhaft und doch spannend ging es auch an der Kasse zu: Welches Rezept steckt hinter dem geheimnisumwobenen DDR-Glühwein, der nicht nur zum Aufwärmen von Innen, sondern auch zu den wildesten Spekulationen einlud. Es wurde verkostet, geraten und diskutiert. Und wer seine Russischkenntnise beim Lesen der Postkarten unter Beweis stellte oder mit Wissen rund um das Thema DDR glänzte, konnte sich über einen Gratis-Glühwein freuen, persönlich übbereicht vom Direktor des Museums.
Was ist es also, das Geheimnis des DDR-Glühweins. Die interessantesten Ideen über die Zusammensetzung und Zusätze habe ich gesammelt und stelle sie nun vor:
Bulgarischer Rotwein, Sauerkirsch-Saft, Rhabarber, Amaretto, Blauer Würger, Rote Beete

In der Tat besticht unser DDR-Glühwein durch eine fein nuancierte Zusammensetzung der verschiedenen Inhaltsstoffe. Sicherlich werden Sie verstehen, dass ich nicht das detaillierte DDR Museum-Familienrezept verraten kann, wer aber selbst DDR-Glühwein brauen will, könnte folgende Zutaten verwenden:
Rosenthaler Kadarka (Rotwein), Nelken, Apfelsinen (geriebene Schale), Kirschsaft, Zimt, Zucker, Schuss Rum

Den besten Einfall für den gelungenen Glühwein hatten 2 junge Männer die vermuteten, dass wir den DDR-Glühwein geweiht haben, indem wir mit der Fahne rübergeschwenkt haben...
Wer weiß, vielleicht nehmen wir dieses Ritual im nächsten Jahr in unsere Vorbereitungen auf :-)
Die gute Laune des Abends war nicht ausschließlich Resultat des Glühwein-Genusses. Wir waren erfreut, dass so viele Menschen das DDR Museum besuchten und zum wiederholten Male zeigten, dass die Lange Nacht der Museen ein bedeutender Höhepunkt im kulturellen Programm Berlins ist.



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