Gäste aus aller Welt - Vietnam

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist auch Ihr Gruß bald dabei?
von Admin (11.09.2014)

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist auch Ihr Gruß bald dabei?

Heute zeigen wir Ihnen einen Gruß aus Vietnam, den Sie künftig auf unserer Pinwand finden werden.

Die Beziehungen zwischen der DDR und Vietnam reichen zurück bis in die 1950er Jahre, als man vietnamesischen Kindern im Rahmen einer Solidaritätsaktion eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglichte. Fortan wurden in der DDR bis Mitte der 1970er Jahre Schüler, Lehrlinge, Studenten und Wissenschaftler ausgebildet, die nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland den Sozialismus aufbauen sollten.

Ende der 1970er Jahre wandelte sich allerding die Politik der DDR. Nachdem bis zum Mauerbau 1961 ca. 3,4 Millionen Menschen aus SBZ und DDR in die Bundesrepublik flüchteten, herrschte in der DDR ein akuter Arbeitskräftemangel. Daher warb die DDR ab den 1960er Jahren Vertragsarbeiter aus anderen sozialistischen Ländern wie Ungarn, Polen, Algerien, Kuba, Mosambik und eben aus der Sozialistischen Republik Vietnam an.

Offiziell wurden die Vertragsarbeiter weiter in den DDR-Betrieben qualifiziert. Tatsächlich kamen sie allerdings bevorzugt bei schwerer oder monotoner Arbeit zum Einsatz, die von DDR-Bürgern abgelehnt wurde. Erfüllten sie die Arbeitsnormen nicht, verstießen gegen die "sozialistische Arbeitsdisziplin" oder wurden schwanger, drohte umgehende Ausweisung. Die Vertragsarbeiter lebten in abgeschotteten Baracken oder Wohnblöcken. Private Kontakte zu Einheimischen waren unerwünscht. Sie mussten von den zuständigen Behörden genehmigt werden und waren berichtspflichtig (wer mehr darüber erfahren möchte, dem empfehlen wir u.a. dieses Buch, sowie die Seite der Amadeo-Antonio-Stiftung).

Aus dem Küstenstaat in Südostasien kamen bis zum Ende der DDR besonders viele Vertragsarbeiter. Nach Vereinbarung des Zweiten Regierungsabkommens zwischen der DDR und Vietnam im Jahr 1980 wanderten in der Hauptsache vietnamesische Vertragsarbeiter ein. Ein Großteil davon waren Frauen, die in der Textilindustrie arbeiteten.

1989 lebten insgesamt 94.000 Vertragsarbeiter in der DDR, 60.000 davon waren Vietnamesen, also fast zwei Drittel. Nach der Wiedervereinigung kehrten dann viele zurück in ihre Heimat.

Wir freuen uns über die Grüße von der anderen Seite der Erde und senden liebe Grüße zurück aus Berlin!

Möchten Sie auch eines Tages Ihren Gästebucheintrag in unserem Blog und diversen Social Media Kanälen veröffentlich sehen? Ganz einfach! Schreiben Sie in unser Gästebuch! Wir freuen uns auf Ihre lustigen, einfallsreichen, individuellen Grüße aus aller Welt!

Sie finden unser Gästebuch im Museumshop: Sobald Sie die Ausstellung durch die Drehkreuze verlassen haben steigen Sie die wenigen Stufen zum Shop hoch und wenden sich dort vor der Säule nach links.

Viel Spaß bei Ihrem Besuch im DDR Museum!

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