Gäste aus aller Welt - Malmö, Schweden

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von Ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist auch Ihr Gruß bald dabei?
von Admin (09.10.2014)

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von Ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist auch Ihr Gruß bald dabei?

Heute zeigen wir Ihnen einen Gruß aus Malmö, Schweden, den Sie künftig auf unserer Pinwand finden werden.

Schweden war für die Auslandspropaganda der DDR ein bevorzugtes Land. Über ihre Kulturarbeit gelang es der DDR, massiv Einfluss auf die schwedische Gesellschaft und ihr Bild von Deutschland zu nehmen. Eine wichtige Rolle spielte dabei das DDR-Kulturzentrum, das nach der Anerkennung der DDR gegründet wurde, was die Umbenennung des Deutschen Instituts der Bundesrepublik in Goethe-Institut erzwang. Das Deutschlektorat des DDR-Kulturzentrums, das von der Stasi überwacht war und dessen Vertreter mehrfach wegen allzu enger schwedischer Kontakte und ideologischer Unzuverlässigkeit abberufen wurden, entfaltete eine rege Tätigkeit an Schulen und Universitäten. Besonders erfolgreich war die Zusammenarbeit mit der Freundschaftsgesellschaft Schweden-DDR, zu der führende schwedische Kulturpolitiker gehörten. Dadurch erhielt die DDR Einfluss auf den Deutschunterricht, etwa durch einen Erlass, wonach die Verfasser von Lehrbüchern zur "Objektivität" angehalten wurden, sie sich also keinerlei Kritik am sozialistischen Gesellschaftssystem der DDR erlauben durften.

Die Freundschaftsgesellschaft Schweden-DDR war eine am 23. Oktober 1956 gegründete pro-kommunistische Vereinigung und stellte den wichtigsten kulturellen Partner der DDR in Schweden dar. Sie verstand sich als Teil der schwedischen Friedensbewegung, sollte die Zusammenarbeit zwischen Schweden und der DDR fördern und über den ostdeutschen Staat informieren. Die Friedensgesellschaft wirkte bis 1972 vor allem für die politische und diplomatische Anerkennung der DDR durch die westlichen Staaten. Außerdem warb sie um die Verstärkung bilateraler Beziehungen, friedlicher Koexistenz sowie Unterstützung des sozialistischen Landes. Ihr Pendat war die Gesellschaft DDR-Norden beziehungsweise die 1981 gegründete Freundschaftsgesellschaft DDR-Schweden.

Auch bautechnisch brachte sich Schweden in der DDR ein: Im April 1977 öffnete zum Beispiel das Interhotel Metropol in der Berliner Friedrichstraße seine Pforten. In elf Etagen verfügte es über 700 Übernachtungsmöglichkeiten in Ein- und Zweibettzimmern sowie Appartements. Es entstand im Auftrag der Vereinigung Interhotel der DDR durch die schwedische Firma SIAB in Kooperation mit dem VEB Innenprojekt Hallt, dem VEK Tiefbau Berlin und anderen Partnerbetrieben. Nach Umbauten steht dort heute das Maritim Hotel proArte.

Vielen Dank und liebe Grüße zurück aus Berlin nach Malmö!

Möchten auch Sie eines Tages Ihren Gästebucheintrag in unserem Blog und diversen Social Media Kanälen veröffentlicht sehen? Ganz einfach! Schreiben Sie in unser Gästebuch! Wir freuen uns auf Ihre lustigen, einfallsreichen, individuellen Grüße aus aller Welt!

Sie finden unser Gästebuch im Museumsshop: Sobald Sie die Ausstellung durch die Drehkreuze verlassen haben steigen Sie die wenigen Stufen zum Shop hoch und wenden sich dort vor der Säule nach links.

Viel Spaß bei Ihrem Besuch im DDR Museum!

Mehr zum Thema

Tickets ohne Warteschlange ab € 5,50   Jetzt kaufen