Gäste aus aller Welt - Kapstadt, Südafrika

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist Ihr Gruß auch bald dabei?
von Admin (06.03.2015)

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist Ihr Gruß auch bald dabei?

Heute haben wir einen Gruß aus Kapstadt, Südafrika entdeckt.
Nach dem Zusammenbruch des portugiesischen Kolonialreiches 1974/75 und mit der einsetzenden sozialistischen Orientierung verschiedener afrikanischer Staaten sowie dem Aufschwung des Befreiungskampfes im südlichen Afrika, gab es in der DDR die Vorstellung, der Sozialismus habe auf einem vierten Kontinent Fuß gefasst und man könne dem Westen hier eine strategische Niederlage zufügen. Die Fronten waren eindeutig - auf der einen Seite das Apartheidsregime Südafrika, unterstützt oder toleriert vom Westen, auf der anderen die Befreiungsbewegung mit antiwestlicher Position, ein Verbündeter für die sozialistischen Staaten.

Als nach dem Soweto-Aufstand 1976 tausende südafrikanische Jugendliche ihr Land verließen und dem African National Congress (ANC) und seiner Armee (MK) zuströmten, wurde ihre Unterbringung und Ausbildung zum Problem für die Befreiungsbewegung. Der ANC wandte sich in dieser Notsituation auch an die DDR für Hilfe und erhielt umgehend Unterstützung. Seit 1976/77 wurden jährlich zwei Gruppen von etwa 40 MK-Rekruten aus Lagern in Angola mit Sonderflugzeugen in die DDR geflogen. In einem Camp beim mecklenburgischen Teterow wurden in den nächsten 12 Jahren über 1.000 Mann ausgebildet. Hinzu kam die Vorbereitung einzelner Kämpfer und kleinerer Gruppen, unter ihnen durchus prominente Namen im ANC, für den Einsatz im Untergrund in Südafrika. Im ANC wurde hohe Effizienz dieser Ausbildung gewürdigt.

Mit den Hilfeleistungen verbunden waren für die DDR auch innenpolitische Aspekte. Die Gegenüberstellung der Haltung beider deutscher Staaten zu Kolonialismus und Apartheid vermittelte einem Teil der ostdeutschen Bevölkerung das Gefühl, dass die DDR international für eine gerechte Sache einsteht und förderte so eine Identifikation mit diesem Staat. Für diejenigen, die sich des Widerspruchs zwischen internationalem Anspruch der DDR und innergesellschaftlicher Realität bewusst waren, besaß die offizielle Solidarität jedoch wenig Glaubwürdigkeit. Auch heute noch wird über die Bedeutung dieser in der DDR zur Schau gestellten Solidarität diskutiert.

Vielen Dank und ganz herzliche Grüße zurück aus Berlin nach Kapstadt!

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