Gäste aus aller Welt

Haarlem, Niederlande

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinnwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist Ihr Gruß auch bald dabei?
von Admin (19.03.2015)

In unserer Kategorie "Gäste aus aller Welt" möchten wir mit Ihnen teilen, wie international das Publikum des DDR Museums ist. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Besucherinnen und Besucher nach Berlin und in das DDR Museum. Viele von ihnen hinterlassen einen Gruß in unserem Gästebuch. Einige davon möchten wir Ihnen hier und vor allem auf unserer Gästebuch-Pinnwand bei Pinterest präsentieren. Vielleicht ist Ihr Gruß auch bald dabei?

Heute haben wir einen Gruß aus Haarlem, Niederlande entdeckt.
Wie auch in diversen anderen Ländern gab es in den Niederlanden eine Vereinigung, die die Beziehungen beider Länder verbessern und stärken sollte: Die Niederlande-DDR-Vereinigung bzw. de Vereniging Nederland-DDR. Diese wurde jedoch erst verhältnismäßig spät am 12. Oktober 1974 gegründet und auch hauptsächlich von der DDR selbst finanziert. Anders jedoch als in ähnlichen DDR-Freundschaftsgesellschaften im westlichen Ausland, in denen jeweils die kommunistische Bruderpartei der SED die Kontrolle ausübte, war dies in den Niederlanden wegen der Schwäche der "Kommunistischen Partei der Niederlande" (CPN) und ihrem schlechten Verhältnis zur SED nicht möglich. Der ungarische Volksaufstand von 1956 beispielsweise, nach dessen Niederschlagung viele Ungarn in die Niederlande flüchteten, machte die CPN außergewöhnlich unpopulär.

Schon Ende der sechziger Jahre wurde von Seiten der DDR die Gründung einer Freundschaftsgesellschaft angestrebt, durch den im Westen scharf kritisierten Einmarsch des Warschauer Pakts in die CSSR im August 1968, den die DDR unterstützte, kam das Projekt jedoch vorerst zum Erliegen. Stattdessen wurde am 12. Dezember 1970 ein Komitee für die Anerkennung der DDR gegründet, dessen Aktivitäten sich jedoch in überschaubarem Rahmen hielten und Anfang 1973 mit der Anerkennung der DDR durch die Niederlande nach Erreichen des Arbeitsziels wieder aufgelöst wurde.

Die Ende 1974 dann gegründete Niederlande-DDR-Vereinigung war nun bemüht, auch die Niederländer zu erreichen die dem staatlichen System der DDR skeptisch gegenüberstanden. So wurde auf die Bezeichnung als "Freundschaftsgesellschaft" hier bewusst verzichtet, da dies zu SED-nah klang. Durch die ambivalenten Beziehungen zur SED galt die Vereinigung als etwas DDR-ferner und somit potentiell kritischer als vergleichbare Vereine. Dennoch gab sie vierteljährlich eine Zeitschrift heraus, die durch  positive Berichte über die DDR und die dortige Situation geprägt war. Sie organisierte Ausstellungen über und Reisen in die DDR. Politisch stand sie der SED im Grunde zustimmend gegenüber, zumindest sah sie von öffentlicher Kritik ab. Dies änderte sich erst in der Phase der politischen Wende in der DDR 1989.

Das Gegenstück auf Seiten der DDR, die Liga für Völkerfreundschaft, war jedoch nie in gleicher Weise aktiv wie die Niederlande-DDR-Vereinigung. Bedingt durch das politische System, erfolgte keine gleichgelagerte Werbung für die kapitalistischen Niederlande und durch die stark eingeschränkte Reisefreiheit kam es auch innerhalb der Arbeit der Freundschaftsgesellschaften kaum zu Gegenbesuchen von DDR-Bürgern.

Vielen Dank und ganz herzliche Grüße zurück aus Berlin nach Haarlem!

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Viel Spaß bei Ihrem Besuch im DDR Museum

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