Forschungsprojekt veröffentlicht neue Zahl der Mauertoten: 136 Todesopfer wurden gezählt.

Seit vielen Jahren wird über die Zahl der Mauertoten gestritten: Verschiede Zählungen, die sich auf unterschiedliche Quellen berufen, sorgen für Verwirrung. Aus diesem Grund förderte die Bundesregierung ein mehrjähriges Projekt, bei dem die Gedenkstätte Berliner Mauer und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam zusammenarbeitete: "Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989".
von Melanie Alperstaedt (11.08.2009)

Seit vielen Jahren wird über die Zahl der Mauertoten gestritten: Verschiede Zählungen, die sich auf unterschiedliche Quellen berufen, sorgen für Verwirrung. Aus diesem Grund förderte die Bundesregierung ein mehrjähriges Projekt, bei dem die Gedenkstätte Berliner Mauer und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam zusammenarbeitete: "Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989".

Das Forschungsprojekt dokumentiert 136 Todesopfer an der Mauer seit dem 13. August 1961. Zwei Bedingungen waren für diese Zuordnung entscheidend: Es musste ein Fluchthintergrund oder ein zeitlicher und räumlicher Zusammenhang des Todes mit dem Grenzregime an der Mauer gegeben sein.

Die Ergebnisse der umfangreichen Forschungsarbeit werden heute in der Gedenkstätte Berliner Mauer vorgestellt und die Resultate wird der Christoph Links Verlag in Form eines biographischen Handbuches zusammengefasst veröffentlichen.

Die biographischen Texte zu den Todesopfern sind aber auch auf der Internet-Seite www.chronik-der-mauer.de unter der Rubrik "Opfer der Mauer" abrufbar. Zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August werden die Besucher der Gedenkstätte Berliner Mauer die Biographien, ergänzt um zahlreiche Wort-, Bild-, Ton- und Film-Dokumente zur Lebensgeschichte, zu den Todesumständen, den Reaktionen in Ost und West sowie zur juristischen Aufarbeitung auch an einem interaktiven Terminal anschauen können.


Mehr zum Thema