Es muss nicht immer nur EIN Lieblingsgericht sein

von Janine Henschel (18.02.2014)

Und wieder ist die Hälfte eines Monats herum und somit Zeit, einen unserer Kollegen zu fragen: Was ist denn dein Lieblingsgericht in der Domklause?

Da wir bereits zahlreiche Beiträge zu den kulinarischen Favoriten der Mitarbeiter hatten, führt mich der Weg nun raus aus dem Büro und direkt ins Museum, um mir dort meinen Interviewpartner rauszupicken. Dieses Mal befrage ich Jens Stoll, Kassenleiter im DDR Museum.

Jens, was ist denn eigentlich dein Lieblingsgericht im DDR-Restaurant? Also momentan ist es das Jägerschnitzel.

Momentan? Ich habe mich nämlich schon etwas gewundert. Bei unserer Kategorie „6 Fragen an…“ hatte Melanie dich auch nach deinem Lieblingsgericht gefragt und da hattest du mit „Bauernfrühstück“ geantwortet.
Das ist richtig, deshalb ja auch MOMENTAN.

Das heißt, es wechselt bei dir auch mal?
Ja, genau. Wahrscheinlich habe ich das Bauernfrühstück damals so häufig gegessen, dass ich es dann wohl nicht mehr sehen konnte.Wer weiß, wie lange das Jägerschnitzel noch mein Favorit sein wird…

Ah, das versteh ich. Mir ging es damals mit Nougatstangen so.
Du bist ja auch in der DDR aufgewachsen. Jägerschnitzel hast du dann sicher nicht erst hier kennengelernt oder?
Nein, nein, ich kenne das noch aus meiner Kindheit. Meistens habe ich das in der Schule gegessen, da gab es das sehr häufig.Bei uns zu Hause wurde es allerdingnie gekocht.

Aber du mochtest es schon damals oder konntest du es dann schon nicht mehr sehen, weil es so häufig Jägerschnitzel gab?
Hihi. Das fand ich auch zu meiner Kindheit sehr lecker.

Wenn du dich entscheiden müsstest, Ost- oder Westvariante, wohin geht deine Wahl?
Also da bin ich ganz „Ossi“. Die Westvariante ist nicht so meins. Ich verbinde mit dem Jägerschnitzel auch irgendwie immer Ferienlager und Gemeinschaftsessen. Vielleicht sind es auch einfach die positiven Erinnerungen und Assoziationen mit diesem Gericht.

Aber Janine, weißt du was mir hier auf jeden Fall fehlt? Puddingsuppe. Die gab es immer zum Frühstück – Schoko oder Vanille. Ich werde das den Kollegen in der Küche mal vorschlagen.

Jens, du hast ja hier im Museum immer relativ viel zu tun. Zum Essen kommt man hier wahrscheinlich nur selten und die Arbeit ist ja teilweise auch körperlich sehr anstrengend, richtig?
Genau deshalb esse ich ja auch so gern das Jägerschnitzel. Die Portion ist ziemlich groß und macht für lange Zeit satt – genau das Richtige bei einem langen Arbeitstag.

Und was macht nundas Jägerschnitzel hier in der Domklause so besonders?
Für mich ist die Tomatensoße das Allerbeste an diesem Gericht. Sie ist schön fruchtig, aber dennoch herzhaft …“tomatig“ halt.

Wann gab es denn bei dir das letzte Mal Jägerschnitzel?
Ich glaube, dass ist mittlerweile auchschon 2- 3 Wochen her. Ich esse sonst auch immer gern die Tagesgerichte. Die Speisen sind sehr abwechslungsreich und ich probiere gern mal etwas Neues. Sonst habe ich mich gleich wieder vom Jägerschnitzel „übergessen“. Mhhh…, aber ich glaube, ich weiß schon was ich nachher bestellen werde.

Wenn Sie auch Fan des ostdeutschen Jägerschnitzels, also Jagdwurst paniert auf Nudeln mit deftiger Tomatensoße, sind, dann schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei. Das Nudelgericht finden Sie für 8.40 € bei auf der Speisekarte.


 

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