Erinnerung an den Hitler-Stalin-Pakt 1939 und den Überfall auf Polen

Geschichte ist nie einseitig, sondern vielschichtig. Viele Ereignisse bedingen sich, hängen zusammen oder haben Auswirkungen auf den zweiten Blick. Im Jahr des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls liegt der Schwerpunkt in den Medien und der eigener Erinnerung (verständlicherweise) auf der eigenen, der Deutschen Geschichte. Auch bei mir ist das so. Ich erinnere mich an mein Aufwachsen auf der Westseite der Mauer in Berlin, an den Fall der Mauer, an die Euphorie der Menschen und an die Dächer und die Motorhauben der Trabis, auf die mein Vater zu Begrüßung am Grenzübergang Flughafen Schönefeld schlug.
von Melanie Alperstaedt (20.08.2009)

Geschichte ist nie einseitig, sondern vielschichtig. Viele Ereignisse bedingen sich, hängen zusammen oder haben Auswirkungen auf den zweiten Blick. Im Jahr des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls liegt der Schwerpunkt in den Medien und der eigener Erinnerung (verständlicherweise) auf der eigenen, der Deutschen Geschichte. Auch bei mir ist das so. Ich erinnere mich an mein Aufwachsen auf der Westseite der Mauer in Berlin, an den Fall der Mauer, an die Euphorie der Menschen und an die Dächer und die Motorhauben der Trabis, auf die mein Vater zu Begrüßung am Grenzübergang Flughafen Schönefeld schlug.

Doch auch diese glücklichen Tage haben eine Vorgeschichte, die in diesem Falle von viel Leid geprägt ist. Sie reicht zurück bis in das Jahr 1936, in dem am 1. September das nationalsozialistische Deutschland Polen überfiel. Um die Erinnerung an diesen Tag und an den Hitler-Stalin-Pakt ins Gedächtnis zu rufen, gibt die Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik eine Erklärung heraus, die heute in der ZEIT erscheint. Viele Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, der Kultur und den Medien haben unterschrieben, so auch Direktor Robert Rückel. Ich glaube, dass diese Erklärung selbst ohne Unterschriften ernst genommen werden würde, denn wer sie liest, kann sich ihrer Logik nicht entziehen. Für alle, die das ausprobieren wollen: „Das Jahr 1989 feiern,
heißt auch, sich an 1939 zu erinnern!"

Mehr zum Thema

Online-Tickets ohne Warteschlange

Ticket kaufen