Sammlung

Eine Sonderausstellung entsteht

Im Zuge der Erweiterung unserer Dauerausstellungwird es im DDR Museum zukünftig auch wieder einen Bereich für wechselnde Sonderausstellungen geben. Die erste Schau dieser Art wird zur Langen Nacht der Museen am 27. August 2016 eröffnet und trägt den Titel „Extravaganz“. Der folgende Text gibt einen kleinen Einblick in den Prozess der Konzipierung einer Sonderausstellung. von Maria Bartholomäus (08.08.2016)

Im Zuge der Erweiterung unserer Dauerausstellung wird es im DDR Museum zukünftig auch wieder einen Bereich für wechselnde Sonderausstellungen geben. Die erste Schau dieser Art wird zur Langen Nacht der Museen am 27. August 2016  eröffnet und trägt den Titel „Extravaganz“. Der folgende Text gibt einen kleinen Einblick in den Prozess der Konzipierung einer Sonderausstellung.

Bisher wurden im DDR Museum schon wechselnde Kabinettausstellungen gezeigt, wie zum Beispiel „Plastic People - Plastikfiguren und Fahrzeuge aus der DDR-Spielwarenproduktion“ im Frühjahr 2015. Der Sammler Bernd Havenstein stellte dem DDR Museum Stücke seiner DDR-Spielzeugsammlung zur Verfügung. Ab dem 27. August 2016 wird nun eine Sonderausstellung gezeigt, die sich komplett aus den Schätzen unserer Sammlung zusammensetzt.

Sonderausstellungen sind, im Gegensatz zu Dauerausstellungen eines Museums, ein sehr flexibles Format. Ihre Laufzeit ist viel kürzer und auch die Themen sind häufig spezieller. Außerdem bietet sich für das Museum hier die Möglichkeit, in der Dauerausstellung vernachlässigte Themen zu beleuchten bzw.  Objekte zu zeigen, die zwar nicht dauerhaft im Museum zu sehen sind aber es trotzdem verdienen, zumindest für einige Monate in den Ausstellungsräumen gezeigt zu werden. Ein großer Vorteil einer Sonderausstellung ist demzufolge, dass man in diesem Format ein bestimmtes Thema ganz exklusiv behandeln und die vielfältigen Objekte der Sammlung des DDR Museum zeigen kann.

Der Titel der Schau, die zurzeit vorbereitet wird, lautet „Extravaganz“  und wird diverse Objekte zeigen, die für all das stehen, was in der DDR besonders, exklusiv und außerhalb der Norm war. Dies kann beispielweise eine Flugreise oder aber ein selbstgebasteltes Brettspiel sein. Ein besonderes Highlight ist der original Melkus RS 1000, der während der Langen Nacht der Museen zu sehen sein wird. Der Wagen stellt den Ausgangspunkt für die Ausstellung dar und wird von weiteren Objekten, die in Vitrinen zu sehen sein werden, ergänzt.

Um geeignete Objekte zu finden, recherchieren die Mitarbeiter unserer Sammlungsabteilung in der Objektdatenbank nach passendem Material. Parallel werden Unterthemen festgelegt, die mithilfe der ausgestellten Objekte dargestellt werden sollen. Interessant dabei ist besonders die Zusammenstellung der verschiedenen Dinge, da sie im Ensemble Zusammenhänge, Gegensätze und Besonderheiten illustrieren können – die Objekte werden sowohl individuell als auch gemeinsam betrachtet und miteinander verglichen. Daraus eine interessante und sinnvolle Zusammenstellung zu erarbeiten ist die Aufgabe der Kuratoren dieser Ausstellung.

Zurzeit werden die Sammlungsbestände nach besonders „extravaganten“ Objekten gesichtet. Glücklicherweise bieten unsere vielen Objekte, die den Alltag der DDR dokumentierten, genügend Auswahl für eine interessante Ausstellung. Seien Sie gespannt!

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