Veranstaltung

Ein unterhaltsamer Abend mit Heinz Behrens

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Schäfers Stündchen“ hatte das DDR Museum am Donnerstagabend die Schauspieler Alexander G. Schäfer sowie Heinz Behrens zu Gast. In einem interessanten Gespräch berichtete Herr Behrens dabei von seinem Leben und seiner Karriere in der DDR sowie nach 1989 in der Schweiz und dem wiedervereinigten Deutschland.
von Melanie Alperstaedt (26.02.2016)

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Schäfers Stündchen“ hatte das DDR Museum am Donnerstagabend die Schauspieler Alexander G. Schäfer sowie Heinz Behrens zu Gast. In einem interessanten Gespräch berichtete Herr Behrens dabei von seinem Leben und seiner Karriere in der DDR sowie nach 1989 in der Schweiz und dem wiedervereinigten Deutschland.

Geboren 1932 in Schlesien berichtete er von seiner Kindheit. Ohne Vater aufgewachsen arbeitete seine Mutter in einer Fabrik und bestritt allein den Unterhalt für die Familie, die zwar arm war aber dennoch gerade genug zum Leben hatte. Mit 8 Jahren ermöglichte seine Mutter ihm Klavierunterricht, zum Theater kam er erst nach dem Krieg im Alter von 15 Jahren. Später absolvierte er dann seine 3 Jahre andauernde Ausbildung an einer Hochschule in Halle, die ihm in guter Erinnerung geblieben ist.

Stationen seiner Karriere als Theaterschauspieler waren Rostock, Erfurt und Dessau. Das große Theater in Dessau sowie das Ensemble gefiel ihm sehr gut und so blieb er insgesamt 8 Jahre dort. Später ging er dann zum Fernsehen und hat anfangs sehr viel live gearbeitet. Er wurde eingeladen, Mitglied des ersten festen Fernsehensembles der DDR zu werden und sagte zu. Von da an wurde er von Produktion zu Produktion bekannter, seine Auftritte in den „Polizeiruf 110“-Filmen sowie in den „Maxe-Baumann“-Folgen stellten dann die Höhepunkte seiner Popularität in der DDR dar.

Behrens blieb jedoch zeitlebens dem Theater treu und so spielte er auch nach 1989 erfolgreich in großen Produktionen mit. Er ging auf Tournee in Deutschland, der Schweiz sowie in Österreich und spielte in Stücken gemeinsam mit Manfred Krug oder Heidi Kabel. Mit ihr unterstellte ihm man ihm einmal in der Presse sogar eine Liebesbeziehung, doch dieses Missverständnis wurde während der Veranstaltung ebenfalls humorvoll aufgeklärt.

Das Gespräch zwischen Alexander G. Schäfer und Heinz Behrens war den ganzen Abend lang locker, leicht und sehr humorvoll! Ab und zu wurden zusätzlich einige Filmausschnitte oder Showauftritte von Herrn Behrens gezeigt, die er mit einigen Anekdoten kommentierte. Es war eine tolle stimmige Veranstaltung, die den Zuhörern einen interessanten Einblick in eine lange und erfolgreiche Schauspielerkarriere erlaubte!

Herr Behrens war so freundlich und schenkte mir an diesem Abend eine signierte CD, die ich Ihnen bei Interesse gern weiterempfehlen möchte: Sie nennt sich "Theaterluft" und wird z.B. auf Amazon als Download angeboten.

 

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