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Ein Rückblick auf Elfriede Brüning

Unsere Veranstaltung am 10.05.16 war Elfriede Brüning (* 8. November 1910 in Berlin; † 5. August 2014) gewidmet. Anlässlich ihres 100. Geburtstags drehten Dr. Sabine Kebir und Dr. Wolfgang Herzberg einen Film mit Elfriede Brüning, in welchem sie ihr Leben Revue passieren lässt.
von Martin Klötzke (12.05.2016)

Unsere Veranstaltung am 10.05.16 war Elfriede Brüning (* 8. November 1910 in Berlin; † 5. August 2014) gewidmet. Anlässlich ihres 100. Geburtstags drehten Dr. Sabine Kebir und Dr. Wolfgang Herzberg einen Film mit Elfriede Brüning, in welchem sie ihr Leben Revue passieren lässt. Dieser einstündige Film wurde dem Publikum als Einstimmung auf die anstehende Diskussion vorgeführt, da beide Filmemacher zu Gast waren. Der interessierte Zuschauer erfuhr durch den Film, dass die rüstige Frau Brüning noch mit 99 Jahren Auto fuhr und ein sehr erlebnisreiches Leben führte. Trotz einer Vielzahl von Hindernissen gelang es ihr immer wieder ihre Bücher zu veröffentlichen. So wurde sie z.B. als Mitglied des kommunistischen Widerstands im Dritten Reich inhaftiert. Der Prozess wegen Landesverrats endete allerdings mit Freispruch. Sogar die Zeit der Inhaftierung nutzte sie kreativ und schrieb den Roman „Junges Herz muß wandern“. Kaum verwunderlich, dass sie zurückblickend sagt, ihr sei ein befriedigendes Arbeitsleben stets wichtiger gewesen als die wahre Liebe. Diese fand sie allerdings wohl auch nie. Umso erfolgreicher war jedoch ihr Arbeitsleben: Mehr als eine Million verkaufte Bücher stützen diese Aussage.

Nach dem Film stellten sich Frau Dr. Kebir und Herr Dr. Herzberg dann den Fragen des Publikums. Gefragt nach Brünings bestem Buch sind sich die Filmemacher einig und verweisen auf die Autobiografie „Und außerdem war es mein Leben“. Die Biografie verdeutlicht Brünings unpolitische und dennoch gesellschaftskritische Einstellung. Grundsätzlich sieht Frau Dr. Kebir in Elfriede Brüning eine Vorreiterin der Emanzipation, da charakterstarke Frauen sehr oft zentrale Rollen in ihren Werken spielen. Die eine oder andere Frage wurde dann noch im persönlichen Gespräch beantwortet und auf Wunsch auch Bücher und DVDs signiert.

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