Ein "Platz des 9. November 1989" für Berlin, für Sie, für mich, für alle Menschen die in Deutschland leben und die Gäste dieser Stadt!

Heute habe ich mit Freude gelesen, dass Kulturstaatssekretär André Schmitz den ersten Spatenstich gesetzt, den ersten Zierkirschbaum für den "Platz des 9. November 1989" gepflanzt hat. Es geht los! Eine eigene Gedenkstätte wird in Berlin geschaffen, um an die emotionalen Ereignisse am 9.11.1989 zu erinnern.
von Melanie Alperstaedt (22.04.2010)

Heute habe ich mit Freude gelesen, dass Kulturstaatssekretär André Schmitz den ersten Spatenstich gesetzt, den ersten Zierkirschbaum für den "Platz des 9. November 1989" gepflanzt hat. Es geht los! Eine eigene Gedenkstätte wird in Berlin geschaffen, um an die emotionalen Ereignisse am 9.11.1989 zu erinnern.

Manch einer hat ja genug von Gedenkstätten, Skulpturen und all den Dingen, die im Stadtbild an verschiedene Ereignisse erinnern sollen. Meist (und da kann ich mich täuschen) erinnern diese an geschichtliche Momente, die mit Leid und Trauer verbunden sind. Ich persönlich kann von der dahinter steckenden Idee nicht genug bekommen, denn ich mag es, an Geschichte erinnert zu werden. Und wenn wir ehrlich sind: Eine Skulptur, ein Ort der Erinnerung....meist sind diese Dinge nicht sonderlich aufdringlich. Sie sind nicht wie Werbeplakate, Radiowerbung oder Marktschreier. Sie mahnen und erinnern leise und würdevoll und meiner Meinung nach, ist es besser ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig auf Geschichte aufmerksam gemacht zu werden.

Nun entsteht an der Ostseite der Bösebrücke, an den ehemaligen DDR-Grenzanlagen "Bornholmer Straße" ein Platz, der an den 9. November 1989 und somit an einen für viele Deutsche von Glück geprägten, emotionalen und einmaligen Moment erinnern soll. Der Tagesspiegel berichtet heute ausführlich darüber, in dem Artikel finden Sie auch Details zur Gestaltung des Platzes. Viel kann über die angemessene Darstellung von Geschichte gestritten werden, mir gefällt das Konzept aber sehr gut. Besonders freue ich mich über ein kleines (für manche vielleicht unwichtiges) Detail: Der Platz wird bepflanzt sein mit japanischen Zierkirschbäumen! Haben Sie diese schon einmal blühen gesehen? Bereits im November 1989 schenkte Japan Berlin die ersten Bäume aus Freude über den Fall der Mauer und heutzutage wachsen ca. 9000 in dieser Stadt, meist auf dem Mauerstreifen. Bei milden Temperaturen blühen diese sogar manchmal sogar bis November. Daher hoffe ich, bei dem Bürgerfest am kommenden 9. November, wenn der Platz an die Berliner und Berlinerinnen übergeben wird, unter einem rosa-weißen Blütenmeer an diesen einen 9. November im Jahre 1989 zu denken. Wann hat man sich schon mal in so einer Kulisse glücklich an etwas erinnert?!

P.S.: Ja, sie dürfen mich ein wenig kitschig finden ;o)

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