Ein Abend mit Vera Lengsfeld

Am Dienstag hatten wir bereits zum dritten Mal die Autorin Vera Lengsfeld bei uns zu Gast. Sie stellte ihr neues Buch „1989. Tagebuch der Friedlichen Revolution“ vor und las einige Passagen vor. Da es sich am Dienstag um den 4. November handelte, lauschten unsere Gäste ihrer Schilderung der historischen Großdemonstration mit ca. 500.000 Menschen in Berlin am 4.11.1989.
von Melanie Alperstaedt (06.11.2014)

Am Dienstag hatten wir bereits zum dritten Mal die Autorin Vera Lengsfeld bei uns zu Gast. Sie stellte ihr neues Buch „1989. Tagebuch der Friedlichen Revolution“ vor und las einige Passagen vor. Da es sich am Dienstag um den 4. November handelte, lauschten unsere Gäste ihrer Schilderung der historischen Großdemonstration mit ca. 500.000 Menschen in Berlin am 4.11.1989.

Ich finde die Idee generell sehr reizvoll, eine so wichtige Entwicklung wie die Friedliche Revolution in den vielen einzelnen Schritten nachvollziehen zu können. Frau Lengsfeld hat wirklich zu jedem Tag Informationen zusammengetragen, was ihrer Aussage nach nicht immer leicht war. Daher bietet sich es an, einfach ein Jahr lang jeden Tag das entsprechende Datum aufzuschlagen und die Schilderung der Ereignisse zu lesen. Manche Tage sind kurz, andere sehr ausführlich beschrieben. Eigentlich perfekt, um pro Tag ein paar Minuten zu investieren!

Zu Ihrer Motivation, sich diesem Thema zu widmen, sind auf dem Buchdeckel treffende Worte gefunden worden:

„Die Friedliche Revolution hat den Grundstein für ein freies, einiges und demokratisches Europa gelegt. Diese Tatsache ist leider keineswegs im öffentlichen Bewusstsein. Um das zu ändern und den Geschichtslegenden die Fakten entgegenzuhalten entstand dieses Tagebuch der Friedlichen Revolution."

Sollten Sie mehr über die Friedliche Revolution erfahren wollen, kann ich Ihnen das Buch wirklich empfehlen! Man erfährt alles Wichtige, ohne von Daten oder trockenen Fakten erschlagen zu werden. Das Lesen der einzelnen „Tagebucheinträge“ ist kurzweilig und man lernt fast nebenbei dazu. 

Die Widmung besteht aus nur vier Worten: „Für alle unbekannten Revolutionäre“. So viel Bedeutung in so wenig Worte zu packen, das muss man auch erst einmal schaffen!

P.S.: Nein, die Stehlampe brennt oder explodiert nicht!

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