Veranstaltung

Ein Abend mit Lutz Jahoda

Am gestrigen Abend war Herr Jahoda bei uns im Besucherzentrum und sprach im Rahmen unserer Reihe "Schäfers Stündchen" mit Alexander G. Schäfer über seinen Lebensweg. Er ist Schauspieler, Entertainer, Sänger, Autor und absolvierte ein Ballettstudium – dementsprechend spannend war es auch, ihm zuzuhören.
von Melanie Alperstaedt (30.07.2014)

Am gestrigen Abend war Herr Jahoda bei uns im Besucherzentrum und sprach im Rahmen unserer Reihe "Schäfers Stündchen" mit Alexander G. Schäfer über seinen Lebensweg. Er ist Schauspieler, Entertainer, Sänger, Autor und absolvierte ein Ballettstudium – dementsprechend spannend war es auch, ihm zuzuhören.

1927 geboren erlebte der den zweiten Weltkrieg mit und lernte später die Familie Elstner kennen. Er nahm privaten Schauspielunterricht bei Erich Elstner und seiner Frau Hilde Engel, 1946 zog er gemeinsam mit ihnen und ihrem Sohn Frank Elstner nach Berlin. Er spielte 1944 seine erste Sprechrolle, 1947 spielte er bereits Hauptrollen im Operettenfach und war der jüngste Operettenbuffo im deutschsprachigen Raum. Es folgte eine außergewöhnliche Karriere als Schauspieler, Sänger und Moderator. Zehn Jahre lang gestaltete er seine eigene Fernsehsendung, die er „Lutz und Liebe“ nannte. 10 Jahre, das muss ihm erstmal jemand nachmachen! Es blieb nicht die einzige Sendung, so war er Moderator der Sendung „Der Wunschbriefkasten“ oder unterhielt das Fernsehpublikum in einer zwölfteiligen Samstagabendshow live (!) aus der Stadthalle des heutigen Chemnitz. Man könnte noch viel mehr Stationen seiner Karriere aufzählen, aber das trifft den Charakter der gestrigen Veranstaltung nicht wirklich.

Das für mich Besondere am gestrigen Abend war, Lutz Jahoda zu erleben. Der Inhalt seiner Erzählungen war ohne Frage spannend, aber das kann man notfalls z.B. auch in seinen Büchern nachlesen. Man merkt Herrn Jahoda seine Qualitäten als Entertainer beim Betreten der Bühne einfach an. Er fesselt sein Publikum einerseits durch sein nicht wirklich greifbares Charisma, andererseits durch seine sympathische Art und den stets natürlich wirkenden Charme. Dabei ist es völlig egal, ob auf großer oder kleiner Bühne! Man weiß nicht sofort warum, aber man möchte ihm zuhören, lacht über seine Anekdoten, freut sich über das gemeinsame Gespräch. Die Zeit verfliegt, Herr Jahoda singt, man amüsiert sich und muss auch gar nicht genau verstehen, was nun für Eigenschaften diesen inzwischen 87-Jährigen Entertainer genau ausmachen. Lutz Jahoda  kann es einfach und es war mir gestern ein Vergnügen, mit dabei zu sein!

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