Ein Abend mit Aikido, Mord und Drogen - Der Autor Jürgen Ebertowski las aus seinem Roman "Tränenpalast"

Wenn Sie Krimis mögen, haben Sie gestern wirklich etwas verpasst! Herr Ebertowski war bei uns und hat aus seinem Kriminalroman "Tränenpalast" vorgelesen.
von Melanie Alperstaedt (12.01.2010)

Wenn Sie Krimis mögen, haben Sie gestern wirklich etwas verpasst! Herr Ebertowski war bei uns und hat aus seinem Kriminalroman "Tränenpalast" vorgelesen.

Die Geschichte spielt in West-Berlin der frühen 1980er Jahre und während des Lesens bekommt man ein Gefühl dafür, wie es in der alternativen Szene damals so gewesen sein könnte. Doch Sie ahnen: Der Roman wäre kein "Berliner Mauerkrimi", wenn politische Machenschaften, Intrigen, Geheimdienste und Mordfälle keine Rolle spielen würden. Und so gerät der Aikido-Lehrer und Protagonist Bernhard Richter im Laufe der Geschichte in ein undurchschaubares Netz aus Spionage und Drogenhandel, in dem selbst Freunde von ihm verwickelt zu sein scheinen.

Leider hatte ich vor der Veranstaltung noch nicht die Zeit, auch diesen Berliner Mauerkrimi komplett zu lesen. "Nichts ist verjährt" von Horst Bosetzky liegt noch auf meinem Nachttisch, "Honeckers Geliebte" von Wolfgang Brenner und "Teufels Genossen" von Anja Feldhorst habe ich bereits gelesen. Was mir während der Lesung aufgefallen ist: Ebertowski nimmt sich in seinem Buch Zeit für Details. Er beschreibt Situationen der Geschichte auf eine Art und Weise, welche die Handlung vor dem eigenen inneren Auge zum Leben erwachen lässt. Ganz so, als würde man diese selbst erleben. Dies ist neben der spannenden und außergewöhnlichen Geschichte ein weiterer Grund, weshalb ich mich auf die Lektüre schon jetzt freue!

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