Durch Zufall erfahren: Die spannende Veranstaltung "Versöhnung nach der Diktatur" am 7. Oktober

Gestern hatten wir in unserem Hause die Robert Havemann Gesellschaft zu Gast. Diese führt die Veranstaltung "Zeitzeugen im Gespräch" in unserem Besucherzentrum durch, und meist sitzt auch jemand von uns im Publikum und ist "Gastgeber", kümmert sich um die Technik und um Kleinigkeiten, die während einer Veranstaltung so anfallen können.
von Melanie Alperstaedt (05.10.2011)

Gestern hatten wir in unserem Hause die Robert Havemann Gesellschaft zu Gast. Diese führt die Veranstaltung "Zeitzeugen im Gespräch" in unserem Besucherzentrum durch, und meist sitzt auch jemand von uns im Publikum und ist "Gastgeber", kümmert sich um die Technik und um Kleinigkeiten, die während einer Veranstaltung so anfallen können.

Gestern unterhielt sich also Uwe Richter als Moderator von der Robert Havemann Gesellschaft auf dem Podium mit Christian Halbrock, und am Rande mit mir :) Ich erfuhr dabei von einer spannenden Veranstaltung, die ich Ihnen gerne empfehlen möchte.

Am kommenden Freitag dem 7. Oktober, findet in der Gethsemanekirche eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Vergeben, vergessen und vorbei? Versöhnung nach der Diktatur" statt.

Folgend der Text, der auf dem Flyer der Veranstaltung abgedruckt ist:

"22 Jahre liegt die Friedliche Revolution mittlerweile hinter uns. Und noch immer diskutieren wir über ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die Verharmlosung von DDR-Unrecht und vergessene Opfer der Diktatur. Es scheint, als seien wesentliche moralische Fragen in unserer Gesellschaft noch nicht beantwortet worden: Kann es zwischen Tätern und Opfern nach einer Diktatur zur Aussöhnung kommen? Ist Versöhnung nur persönlich möglich oder auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene? Was dürfen Opfer fordern, wie verhalten sich ehemalige Täter? Haben diese Fragen heute eine andere, vielleicht sogar dringendere Relevanz als direkt nach 1989?"

Diskutieren werden Prof. Dr. Thomas Hoppe von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn und Friederike von Kirchbach, die Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Jacqueline Boysen von der Evangelischen Akademie zu Berlin.

Um 19 Uhr geht es los. Die Gethsemanekirche finden Sie in der Stargarder Strasse 77 in Berlin-Prenzlauer Berg. Der Eintritt ist frei!

P.S.: Das nächste Zeitzeugengespräch in unserem Hause ist am 1.11.2011, 19 Uhr.

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