Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock

Der Beauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) ist in vielerlei ostdeutschen Städten vertreten. In Berlin beispielsweise kann man das Bildungszentrum des BStU besuchen und sich in einer Ausstellung über die Stasi informieren. Auch in einigen anderen Außenstellen der Behörde finden sich Ausstellungen, die sich mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR beschäftigen. Eine dieser Ausstellungen möchte ich Ihnen heute hier vorstellen und zwar die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock.
von Admin (14.10.2014)

Der Beauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) ist in vielerlei ostdeutschen Städten vertreten. In Berlin beispielsweise kann man das Bildungszentrum des BStU besuchen und sich in einer Ausstellung über die Stasi informieren. Auch in einigen anderen Außenstellen der Behörde finden sich Ausstellungen, die sich mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR beschäftigen. Eine dieser Ausstellungen möchte ich Ihnen heute hier vorstellen und zwar die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock.

Die Untersuchungshaftanstalt in Rostock wurde von 1958 bis 1960  gebaut und war komplett von Bürogebäuden der Stasi umgeben, sodass sie von der Außenwelt nahezu gänzlich abgeschirmt war. Diese Praxis der Abschirmung nach außen war bei den Gefängnissen der Stasi üblich. Ähnliches ließ sich auch bei der Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen beobachten, welche ebenso hermetisch abgeriegelt war. Durch die Untersuchungshaftanstalt in Rostock wurden circa 4900 Häftlinge durchgeschleust. Vorwiegend waren sie aus politischen Gründen verhaftet worden. Sie erlebten dort leidvolle Wochen, die psychisch und physisch an ihnen zehrten und in denen sie sich zahlreichen Vernehmungen unterziehen mussten.

Heute können die Besucher der Dokumentations- und Gedenkstätte den Zellentrakt und die  Originalzellen besichtigen. Innerhalb einer Führung ist es auch möglich, sich den „Freihof“, die „Dunkelzellen“ und den Gefangenentransportwagen anzusehen. Die ständige Ausstellung, die sich mit der Stasi und den Bedingungen in der Untersuchungshaftanstalt beschäftigt, wird zeitweise durch Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen der DDR-Geschichte ergänzt.

Für Schulklassen und auch andere Interessierte bietet die Gedenkstätte auch Film- und Tondokumente zum Thema Stasi, Beispielakten, Informationen zu möglichen Forschungsanträgen und Angebote der politischen Bildung sowie Materialien für den Unterricht. Ebenso bietet sie auch öffentliche Führungen, immer mittwochs und samstags um 14 Uhr, und Führungen nach Voranmeldung an.

 Die Gedenkstätte ist wie folgt geöffnet:

· März bis Oktober

Dienstag - Freitag: 10 - 18 Uhr

Sonnabend: 10 - 17 Uhr

· November bis Februar

Dienstag - Freitag: 9 - 17 Uhr

Sonnabend: 10 - 17 Uhr

· sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen

Der Eintritt ist frei.

 

(Bilder: Sir James)

 

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