Die Uraufführung des Theaterstücks "Das Ende der SED"

Gestern habe ich von dem Theaterstück "Das Ende der SED" erfahren. Es soll am 11. März 2012 aufgeführt werden und die Beschreibung klingt interessant:
von Melanie Alperstaedt (06.03.2012)

Gestern habe ich von dem Theaterstück "Das Ende der SED" erfahren. Es soll am 11. März 2012 aufgeführt werden und die Beschreibung klingt interessant:

"Im Oktober 1989 wurde Erich Honecker unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle vom Zentralkomitee der SED entmachtet. Auch unter seinem Nachfolger Egon Krenz setzte sich der Zerfall der Partei rapide fort. Die Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees offenbarten die Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Das dramatische Geschehen liest sich in der zeitlichen Distanz als Gleichnis über Realitätsferne und die Blindheit von Machteliten in totalitären Strukturen. Die Protokolle der Sitzungen des ZK sind in Buchform erschienen und wurden für die Bühne bearbeitet. Neben den Schauspielern tritt der Chor der Singakademie Frankfurt/Oder auf."

Was ich besonders spannend finde ist, dass die Premiere am Originalschauplatz stattfinden wird: Im ehemaligen Sitzungssaal des Zentralkomitees der SED, dem heutigen Europasaal des Auswärtigen Amtes. Die Chance bekommt man als Zuschauer in dieser Kombination bestimmt nie wieder!
Zusätzliche Aufführungen sind in der Akademie der Künste, in der Urania und in der Zionskirche geplant. Alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Internetseite des freien Theaters "theater89".

Es gab auch eine wissenschaftliche Beratung. Diese hat Herr Dr. Hans-Hermann Hertle vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam übernommen. Ich persönlich finde es gut und wichtig, dass sich die kulturelle Auseinandersetzung mit Geschichte nicht nur auf die Eigeninterpretation, sondern auch auf eine wissenschaftliche Basis stützt.

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