Die Gedenkstätte Berliner Mauer

28 Jahre lang trennte die Berliner Mauer West- und Ost-Berlin voneinander. Gerade an der Bernauer Straße zeigte sich die Grenze zwischen Ost und West von einer besonders drastischen Seite, da dort die Fassaden der Wohnhäuser auf der Ostberliner Straßenseite die Grenzlinie bildeten. Der Gehweg vor den Häusern gehörte bereits zu West-Berlin. Hier wurden Familien, Freunde und Nachbarn gewaltsam auseinander gerissen und noch heute sind die Bilder von Fluchten aus den Fenstern der Häuser unvergessen. Bis die Fenster zugemauert und die Bewohner der Häuser umgesiedelt wurden, wagten ganze Familien auf diese Weise die Flucht in den Westen. Seit dem 13. August 1998 befindet sich entlang des ehemaligen Grenzstreifens die Gedenkstätte Berliner Mauer. An dieser Stelle wurde das letzte in seiner Tiefenstaffelung erhaltene Stück der Berliner Mauer, insgesamt 220m, für Besucher zugänglich gemacht. Die Open-Air-Ausstellung zeigt an dieser Stelle die Funktionsweise von Mauer und Grenzsystem. Ebenso widmet sie sich den Auswirkungen der SED-Diktatur auf die Berlinbewohner und auf die Stadt selbst. Die Außenausstellung wurde am 9. November 1999, 10 Jahre nach dem Fall der Mauer, durch das Dokumentationszentrum erweitert. Dort informiert die Dauerausstellung „Berlin, 13. August 1961" über die Hintergründe des Mauerbaus in Berlin. Im Moment wird das Dokumentationszentrum zwar umgebaut, jedoch sind der Aussichtsturm, der sich am Dokumentationszentrum befindet, sowie das Besucherzentrum und die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte weiterhin geöffnet. Ein Besuch in der Gedenkstätte Berliner Mauer nimmt seinen Ausgang im Besucherzentrum. Dort haben Besucher die Möglichkeit, sich mithilfe eines Einführungsfilms zu informieren. Ebenso können dort Audio Guides ausgeliehen und Bücher erworben werden. Vervollständigt wird die Gedenkstätte durch das nationale Denkmal, das der Erinnerung an die Teilung der Stadt und an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft gewidmet ist, die Fenster des Gedenkens und die Kapelle der Versöhnung, die sich am Standort der 1985 gesprengten Versöhnungskirche befindet. Zusätzlich dient der S-Bahnhof Nordbahnhof als Ausstellungsraum für die Ausstellung „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin".
von Admin (11.10.2013)

28 Jahre lang trennte die Berliner Mauer West- und Ost-Berlin voneinander. Gerade an der Bernauer Straße zeigte sich die Grenze zwischen Ost und West von einer besonders drastischen Seite, da dort die Fassaden der Wohnhäuser auf der Ostberliner Straßenseite die Grenzlinie bildeten. Der Gehweg vor den Häusern gehörte bereits zu West-Berlin. Hier wurden Familien, Freunde und Nachbarn gewaltsam auseinander gerissen und noch heute sind die Bilder von Fluchten aus den Fenstern der Häuser unvergessen. Bis die Fenster zugemauert und die Bewohner der Häuser umgesiedelt wurden, wagten ganze Familien auf diese Weise die Flucht in den Westen.

Seit dem 13. August 1998 befindet sich entlang des ehemaligen Grenzstreifens die Gedenkstätte Berliner Mauer. An dieser Stelle wurde das letzte in seiner Tiefenstaffelung erhaltene Stück der Berliner Mauer, insgesamt 220m, für Besucher zugänglich gemacht. Die Open-Air-Ausstellung zeigt an dieser Stelle die Funktionsweise von Mauer und Grenzsystem. Ebenso widmet sie sich den Auswirkungen der SED-Diktatur auf die Berlinbewohner und auf die Stadt selbst. Die Außenausstellung wurde am 9. November 1999, 10 Jahre nach dem Fall der Mauer, durch das Dokumentationszentrum erweitert. Dort informiert die Dauerausstellung „Berlin, 13. August 1961" über die Hintergründe des Mauerbaus in Berlin. Im Moment wird das Dokumentationszentrum zwar umgebaut, jedoch sind der Aussichtsturm, der sich am Dokumentationszentrum befindet, sowie das Besucherzentrum und die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte weiterhin geöffnet. Ein Besuch in der Gedenkstätte Berliner Mauer nimmt seinen Ausgang im Besucherzentrum. Dort haben Besucher die Möglichkeit, sich mithilfe eines Einführungsfilms zu informieren. Ebenso können dort Audio Guides ausgeliehen und Bücher erworben werden.

Vervollständigt wird die Gedenkstätte durch das nationale Denkmal, das der Erinnerung an die Teilung der Stadt und an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft gewidmet ist, die Fenster des Gedenkens und die Kapelle der Versöhnung, die sich am Standort der 1985 gesprengten Versöhnungskirche befindet. Zusätzlich dient der S-Bahnhof Nordbahnhof als Ausstellungsraum für die Ausstellung „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin".

Die, durch die Stiftung Berliner Mauer getragene, Gedenkstätte Berliner Mauer wurde im Rahmen des „Gesamtkonzeptes zur Erinnerung an die Berliner Mauer" bis 2012 zum zentralen Ort des Gedenkens an die Opfer der Berliner Mauer ausgebaut. Sie bietet regelmäßig Sonderveranstaltungen an und ergänzt ihr Programm durch politische Bildungsarbeit in Form von Seminaren, Projekttagen und Zeitzeugengesprächen.


Besichtigt werden kann die Gedenkstätte Berliner Mauer zu den folgenden Öffnungszeiten:

April - Oktober: Dienstag - Sonntag 9.30 - 19.00 Uhr
November - März: Dienstag - Sonntag 9.30 - 18.00 Uhr

Ausstellung Geisterbahnhöfe
Während der Öffnungszeiten des S-Bahnhofs Nordbahnhof

Die Außenausstellung
Das Gedenkstättenareal auf dem ehemaligen Grenzstreifen ist ganzjährig begehbar.

Der Eintritt ist frei.


Bild: Peter Kuley, Dirk Ingo Franke, © Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 (DE), Free Art License

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