Die Entscheidung - eine Veranstaltungsreihe

Der 9. November 1989 ist dieses Jahr in aller Munde. Kein Wunder, denn der Fall der Mauer feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Überall wird daran gedacht mit verschiedenen Aktionen. Dass es jedoch nicht nur dieser eine Tag war, der dazu führte, dass die Mauer sich öffnete und die DDR letztlich aufgelöst wurde, wird oftmals aus den Augen verloren. Denn es waren vielmehr einige Tage im Herbst 1989, die die Friedliche Revolution vorantrieben und genauso Anteil am Fall der Mauer hatten, wie der geschichtsträchtige Tag im November. Besonders hervorzuheben sind dabei die Tage 7., 8., und 9. Oktober, an diesen Tagen kam es in etwa 300 Orten in der ganzen DDR zu Demonstrationen gegen den Unrechtsstaat der SED.
von Admin (30.09.2014)

Der 9. November 1989 ist dieses Jahr in aller Munde. Kein Wunder, denn der Fall der Mauer feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Überall wird daran gedacht mit verschiedenen Aktionen. Dass es jedoch nicht nur dieser eine Tag war, der dazu führte, dass die Mauer sich öffnete und die DDR letztlich aufgelöst wurde, wird oftmals aus den Augen verloren. Denn es waren vielmehr einige Tage im Herbst 1989, die die Friedliche Revolution vorantrieben und genauso Anteil am Fall der Mauer hatten, wie der geschichtsträchtige Tag im November. Besonders hervorzuheben sind dabei die Tage 7., 8., und 9. Oktober, an diesen Tagen kam es in etwa 300 Orten in der ganzen DDR zu Demonstrationen gegen den Unrechtsstaat der SED.

Der 7. Oktober 1989 gilt als „Wendepunkt“ innerhalb der Friedlichen Revolution. An diesem Tag, dem 40. Geburtstag der DDR, gingen in Berlin mehrere Tausend Menschen auf die Straße. An diesen Tag der Entscheidung möchte das DDR Museum in Kooperation mit einigen anderen Institutionen mit einer besonderen Aktion erinnern.

Am Neptunbrunnen am Alexanderplatz wird um 17.00 Uhr ein Revolutionszug mit einer Performance starten. Auf den Spuren der Demonstration von vor 25 Jahren wird dieser Revolutionszug durch Berlin gehen, mit verschiedenen Stationen, Erinnerungen und Performances. Dr. Stefan Wolle, der wissenschaftliche Leiter des DDR Museum, wird die Demonstrationen mit fundierten historischen Anmerkungen und Kommentaren begleiten. Der Zug der Erinnerungen führt bis zur Gethsemanekirche in der Stargarder Straße. Außerdem wird der Revolutionszug vom Zeitzeugen Carlo Jordan und vom Liedermacher Stephan Krawczyk begleitet. Die Strecke des Zuges wird wie folgt verlaufen: Alexanderplatz (Neptunbrunnen) -> Karl-Liebknecht-Str. ->Prenzlauer Allee -> Wörther Str. -> Kollwitzstr. -> Senefelderstr. -> Stargarderstr. -> Gethsemanekirche.

In der Gethsemanekirche, dem Hauptveranstaltungsort für die Tage der Entscheidung, geht der Demonstrationszug in das weitere Programm über, das sich über drei Tage erstreckt. Dort wird um 19 Uhr eine Ausstellung über die Geschehnisse dieser Tage im Oktober in den Städten Berlin, Plauen, Dresden und Leipzig eröffnet. Neben einer Multimediaperformance und Zeitzeugengesprächen werden unter anderem auch musikalische Beiträge des Duos „sensor“ und von Toni Krahl und Fritz Puppel von CITY zu erleben sein. Das weitere Programm finden Sie hier.  

Für das gesamte Programm, das im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung stattfindet, zeichnet sich die Initiativgruppe „Die Entscheidung“ verantwortlich. Sie besteht aus folgenden Organisationen: Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e.V., Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Bürgerkomitee „15. Januar“, Bürgerkomitee Leipzig e.V., DDR-Museum, Deutsche Gesellschaft e.V., Gedenkstätte „Bautzner Straße“, Gethsemanekirche Berlin, Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober“, Landeszentrale für politische Bildung Berlin, Robert Havemann Gesellschaft, Stadt Dresden, Stadt Plauen, Stiftung Berliner Mauer, Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Zionskirche Berlin.

Zu einer Beteiligung am Revolutionszug möchten wir Sie alle aufrufen, denn nur mit vielen Menschen wird die Erinnerung wirklich wach werden. Gerne dürfen Sie dazu auch Trillerpfeifen und Kerzen mitbringen!

Wir sehen uns also, am 7. Oktober 2014 um 17.00 Uhr am Neptunbrunnen am Alexanderplatz. Wir freuen uns auf Sie! 

Bild: Robert-Havemann-Gesellschaft/Nikolaus Becker (Ausschnitt)

 


 

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