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Deutsches Fernsehen Ost - Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens

Heute möchten wir Ihnen gern das Buch „Deutsches Fernsehen Ost – Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens“ aus unserer Bibliothek vorstellen. Dieses fast zwei Kilo schwere wissenschaftliche Werk kommt inklusive DVD daher und „analysiert das DDR-Fernsehen in seiner Funktion als Unterhaltungs-, Herrschafts- und Informationsmedium“ von Admin (11.02.2014)

Heute möchten wir Ihnen gern das Buch „Deutsches Fernsehen Ost – Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens“ aus unserer Bibliothek vorstellen. Dieses fast zwei Kilo schwere wissenschaftliche Werk kommt inklusive DVD daher und „analysiert das DDR-Fernsehen in seiner Funktion als Unterhaltungs-, Herrschafts- und Informationsmedium“ (vgl. Klappentext). „Ausführlich wird Unterhaltendes im DDR-Fernsehen behandelt, wie Familienserien, Sport, Spiel und Show, Heitere Dramatik im Fernsehtheater sowie die Programmbereiche Literaturverfilmung, Dokumentarfilm, fiktionale Geschichtssendung und das Kinderfernsehen“.

 

Nach einem ausführlichen Vorwort folgt eine noch umfassendere Einleitung, die gleich mehrere Kapitel einnimmt. Schon der erste Satz der Einleitung, im Kapitel „Fernsehen als Instrument – instrumentalisiertes Fernsehen“ betont: „Historische Fragestellungen zur DDR setzen voraus, dass die besondere, die Handlungsfreiheit einschränkende Konstruktion des politischen Systems der DDR entsprechend berücksichtigt wird.“ Dementsprechend  folgen in der Einleitung die Unterkapitel „Unterhaltung als Mittel zum Zweck“, „Genres als Wegmarken durch das Angebot“ und „Sieh mal an! Zur Rezeptionsgeschichte des DDR-Fernsehens.“

 

Im anschließenden Hauptteil beleuchtet und analysiert das Buch intensiv die Entstehung und Entwicklung des DDR-Fernsehens in chronologischer Reihenfolge vom Sendebeginn 1952 bis hin zur Abschaltung im Jahre 1991:

 

  • 1952 – 1955 Ein neues Medium sendet – Da lacht der Bär
  • 1956 – 1960 Massenmedium und Rumpelkammer
  • 1961 – 1969 Aufbau des Sozialismus – Mit dem Herzen dabei
  • 1970 – 1979 Die Partei will keine Langeweile
  • 1980 – 1989 Stagnation und Anpassung an internationale Standards
  • 1990 – 1991 Staatsfernsehen ohne Staat – Aufbruch und Sendeschluss.

 

Jedes dieser Kapitel ist noch einmal in bis zu neun Unterkapitel unterteilt, welche in sich wieder in verschiedene Punkte gegliedert sind. Die einzelnen Zeitabschnitte werden also sehr ausführlich behandelt und analysiert.

 

Es folgt noch ein Resümee, welches unter den Überschriften „Rückblick und Recycling: Das DDR-Fernsehen nach seiner Abschaltung“ und „Sonderfall DDR-Fernsehen?“ noch einige Worte zur ‚Generalisierbarkeit der Forschungsergebnisse und Methoden‘ sowie zu ‚Medienwissenschaftlichen Perspektiven‘ verliert. Abschließend folgt der Anhang mit einem ausführlichen Personenregister, einem noch ausführlicherem Sendetitelregister, der Literatur- und Quellenangabe, den Paralipomena zu den Organigrammen, einer kurzen Vorstellung der DFG-Forschergruppe, dem obligatorischen Bildnachweis und schlussendlich dem DVD-Inhaltsverzeichnis.

 

Dieses Werk wird sicherlich unter anderem für Studenten der Mediengeschichte und –wissenschaft besonders interessant sein, auch, weil es sehr analytisch das komplizierte Wechselverhältnis von politischen Vorgaben, technischen und ästhetischen Innovationen sowie Medienrezeption im Detail vorstellt.  

 

Das Buch „Deutsches Fernsehen Ost – Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens“ wurde herausgegeben von den Professoren Rüdiger Steinmetz und Reinhold Viehoff im Auftrag der DFG-Forschergruppe Programmgeschichte des DDR-Fernsehens. Es erschien 2008 im Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH, hat die ISBN 978-3-86650-488-2 und ist für 39,95 € erhältlich.

 

Eine ausführlichere und 'akademischere' Rezension finden Interessierte auch hier!

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