Der Junker und der Kommunist – Filmabend und Gespräch im Besucherzentrum

Ein besonders spannendes Kapitel deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte war gestern Thema unserer Abendveranstaltung im Besucherzentrum. Gezeigt wurde der Film „Der Junker und der Kommunist", der auf anschauliche Weise die Verknüpfung der Lebenslinien zweier Personen erzählte: Carl-Hans Graf von Hardenberg, dem letzten Standesherrn auf Schloss Neuhardenberg, und dem Kommunisten Fritz Perlitz. Ihre Wege kreuzten sich, trotz ihrer von Grund auf verschiedenen politischen Einstellung und Lebensweise, mehrmals. Nachdem Perlitz in den 20er-Jahren einen Streik der Tagelöhner gegen den Grafen organisiert hat begegneten sie sich 1944 im KZ Sachsenhausen wieder, wo Perlitz als Kommunist interniert war und Graf Hardenberg als Mitverschwörer des 20. Juli gebracht wurde. Nach Kriegsende trennen sich ihre Wege wieder. Perlitz wird Vorsitzender des Kreisvorstandes der SED und Befürworter der Bodenreform, in dessen Zuge Carl-Hans Graf von Hardenberg enteignet wird. Aus der Gemeinde Neuhardenberg wird Marxwalde. Im Film werden auf sehr bewegende Weise die Lebensläufe der beiden geschildert. Nicht nur die Familien der Verstorbenen, sondern auch Weggefährten und Kollegen kommen zu Wort und erzählen von ihren Erlebnissen.
von Admin (26.02.2010)

Ein besonders spannendes Kapitel deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte war gestern Thema unserer Abendveranstaltung im Besucherzentrum. Gezeigt wurde der Film „Der Junker und der Kommunist", der auf anschauliche Weise die Verknüpfung der Lebenslinien zweier Personen erzählte: Carl-Hans Graf von Hardenberg, dem letzten Standesherrn auf Schloss Neuhardenberg, und dem Kommunisten Fritz Perlitz. Ihre Wege kreuzten sich, trotz ihrer von Grund auf verschiedenen politischen Einstellung und Lebensweise, mehrmals. Nachdem Perlitz in den 20er-Jahren einen Streik der Tagelöhner gegen den Grafen organisiert hat begegneten sie sich 1944 im KZ Sachsenhausen wieder, wo Perlitz als Kommunist interniert war und Graf Hardenberg als Mitverschwörer des 20. Juli gebracht wurde.
Nach Kriegsende trennen sich ihre Wege wieder. Perlitz wird Vorsitzender des Kreisvorstandes der SED und Befürworter der Bodenreform, in dessen Zuge Carl-Hans Graf von Hardenberg enteignet wird. Aus der Gemeinde Neuhardenberg wird Marxwalde.
Im Film werden auf sehr bewegende Weise die Lebensläufe der beiden geschildert. Nicht nur die Familien der Verstorbenen, sondern auch Weggefährten und Kollegen kommen zu Wort und erzählen von ihren Erlebnissen.

Ein anschließendes Gespräch mit der Filmemacherin Ilona Ziok und dem wissenschaftlichen Berater Dr. Thymian Bussemer bot die Gelegenheit Frage zu stellen und auch etwas über die Beweggründe und die Entstehungsgeschichte zu erfahren.

Wer wissen will, wo er sich den Film noch anschauen kann, dem sei die Internetseite www.countandcomrade.de empfohlen, wo die Aufführungstermine nachzulesen sind.




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