Denk mal oder Denkmal? Unsere heutige Veranstaltung ist ein hochkarätig besetztes Streitgespräch zum Freiheits- und Einheitsdenkmal

Ihnen wird es ähnlich wie mir manchmal gehen: Sie lesen einen Namen, aber so richtig wissen Sie nichts damit anzufangen. "Herr XY, das war doch derjeniger der...?!"
von Melanie Alperstaedt (13.09.2011)

Ihnen wird es ähnlich wie mir manchmal gehen: Sie lesen einen Namen, aber so richtig wissen Sie nichts damit anzufangen. "Herr XY, das war doch derjeniger der...?!"

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Teilnehmer unserer heutigen Veranstaltung kurz vorzustellen. Sehr vielen von Ihnen werden die Namen mehr als ein Begriff sein, aber einigen vielleicht nicht. Und ich möchte vermeiden, dass diese Leser die Besetzung unserer Diskussionsrunde unterschätzen. Denn: Das wird heute höchst interessant!

Am  Abend wird bei und über das geplante und beschlossene Freiheits- und Einheitsdenkmal diskutiert. Zwar sind alle herzlich eingeladen zu kommen und zu diskutieren, doch möchte ich Ihnen folgend die heutigen Protagonisten vorstellen:

Florian Mausbach ist einer der geitigen Väter des Denkmals. Er ist Stadtplaner und war von 1995 bis 2009 der Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. 2008 erhielt er den Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein bürgerschaftliches Engagement für die Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals.

Prof. Dr. Wolfgang Wippermann lehrt an der Freien Universität Berlin und der Universität der Künste. 2010 erschien im Rotbuch Verlag sein Buch "Denken statt Denkmalen. Gegen den Denkmalwahn der Deutschen." Er sieht die geplante Form des Denkmals als "nationalen Kitsch".

Lars O Ramberg ist ein bekannter internationaler Künstler mit Kunstwerken auf der ganzen Welt. Eines seiner Projekte waren die großen Buchstaben "Z", "W", "E", "I", "F", "E","L", auf dem Palast der Republik, die als "Zweifel" auf dem Palast der Republik zu einem temporären Denkmal wurden.

Moderieren wird die Veranstaltung der Architekturhistoriker Michael S. Cullen aus New York, der mit seinem Blick von außen eine ganz andere Perspektive einnimmt. Berlin ist ihm jedoch nicht fremd, da er selbst hier lebt und als Experte für das Bundestagsgebäude und das Brandenburger Tor gilt. Er erhielt 1995 den Landesverdienstorden, da er als Ideengeber der Reichstagsverhüllung gilt: Er lud den Künstler Christo und seine Frau ein, sich mit ihrer Verhüllungskunst dem Reichstag zu widmen.

Diese kleine Vorstellung und die Links geben Ihnen einen guten Eindruck über unserer Diskussionsrunde. Selbstverständlich hoffen wir wieder auf eine rege Beteilligung des Publikums, denn wir wollen ja nicht nur zuhören, sondern mitmischen ;) Morgen lesen Sie dann hier im Blog den "Veranstaltungsbericht".

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