Rezension

DDR-Trilogie von Stefan Wolle nun vollständig

Schon der erste Test war erfolgreich. In der Bahnhofsbuchhandlung am Alex liegt mein „Großer Plan" auf dem Tisch. Knallbunt und sauber eingeschweißt. Es ist der dritte Band einer DDR-Trilogie, den man einzeln und im Dreierpack erwerben kann. Fast zwanzig Jahre hat mich die Schreiberei dieser Bücher in Atem gehalten. von Dr. Stefan Wolle (06.09.2013)

Schon der erste Test war erfolgreich. In der Bahnhofsbuchhandlung am Alex liegt mein „Großer Plan" auf dem Tisch. Knallbunt und sauber eingeschweißt. Es ist der dritte Band einer DDR-Trilogie, den man einzeln und im Dreierpack erwerben kann. Fast zwanzig Jahre hat mich die Schreiberei dieser Bücher in Atem gehalten. Bald schon nach der Wende kam das Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung, ein Buch über die Honeckerzeit zu schreiben. 1998 übernahm der Ch. Links Verlag den Titel und die „Heile Welt der Diktatur" wurde zum Longseller. Manchen war das Buch ein Ärgernis, andere meinten, niemals sei so lebendig über die DDR geschrieben worden. Es folgte mit „Aufbruch nach Utopia" 2011 der mittlere Band über die sechziger Jahre und jetzt der „Große Plan", eine Kultur- und Alltagsgeschichte der Fünfziger. Nun liegt der Band im Buchladen auf dem Bahnhof. Ich platziere mein Buch in der Auslage etwas günstiger, dann widerstehe ich der Versuchung, die Buchhändlerin nach dem eminent wichtigen neuen Titel zur DDR-Geschichte zu fragen. Natürlich ist diese Art der Fürsorge vollkommen unsinnig. Das Buch und seine beiden Vorgänger müssen jetzt ihren Weg alleine machen, so wie die Kinder, die eines Tages in die Welt hinaustreten ohne sich umzuschauen. Keiner kennt ihre Schwächen besser als ich, trotzdem ist mir um sie nicht bange. Die Kinder wie die Bücher werden ihren Weg gehen. Von nun an ist es ihre Sache.


 

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