DDR Rock & Pop

von Admin (13.05.2014)

Sie sind und waren eine der ganz Großen: Die Puhdys mit dem Universal-Talent Dieter „Maschine“ Birr als Frontmann, zugleich Sänger, Musiker, Komponist und Texter, eine lebende Rocklegende. Das wir heute Abend die Ehre haben, „Maschine“ bei uns im Besucherzentrum begrüßen zu dürfen, nehmen wir als Anlass, Ihnen das folgende unterhaltsam-enzyklopädische Werk aus unserer Bibliothek vorzustellen: „DDR Rock & Pop“ von Bernd Lindner.

 

Dieses Buch bietet dem Auge des Lesers, ganz im Sinne der Rock- und Beat-, der Punk- und Pop-Bewegungen ein wildes, buntes Durcheinander, das sich bei genauerem Hinsehen als umfassende und detaillierte Geschichte der (Rock-)Musik in der DDR entpuppt. Unzählige Bilder, hunderte Plattencover, Anekdoten, Geschichten, Charts-Platzierungen und Meilensteine der Musikgeschichte finden sich auf den Seiten des Buches. Die einzige wirkliche Ordnung besteht aus dem ordentlichen chronologischen Aufbau des Buches selbst, das sich kapitelweise mit den Jahren 1955 bis kurz nach 1990 befasst.

 

Das Buch „DDR Rock & Pop“ beginnt mit einem Vorwort unter der Überschrift „Born to be beat – Aufwachsen mit Rockmusik in der DDR“. Anschließend folgen die Kapitel:

 

  • 1955 – 1960 Heute Tanzen alle jungen Leute im Lipsi-Schritt…
  • 1961 – 1965 Twisten verboten, twisten erlaubt…
  • 1966 – 1973 Ketten werden knapper
  • 1974 – 1980 Rollt aus den Teppich, dass das Herz auf Samt geht
  • 1981 – 1989 Anders sein…
  • 1990 – ff       Ich wär so gerne Millionär…

 

Zum Schluss steht der Anhang mit einem Register der Abkürzungen, dazu die Auflistung der Literatur und Quellen und schließlich die Bildnachweise.

 

Der Leser findet zahllose interessante Fakten und Hintergrundwissen, zu den Musikern, den Bands, den Songs, zu Demonstrationen und Bewegungen und vieles mehr. Von den drakonischen Strafen in den 50er Jahren gegen junge, renitente Rock’n’Roller bis hin zu einigen Sätzen zu Rammstein und den Prinzen. Beides sind Bands, deren Ursprünge und damit die ursprünglichen Einflüsse im Osten zu finden sind.

 

Zu vielen Musikgruppen finden sich eigene Doppelseiten, die z. B. die Bandgeschichte erzählen, Worte zur Diskografie verlieren oder einzelne Mitglieder näher beleuchten. Dies wären beispielsweise eben die Puhdys, aber auch natürlich City und Karat, Klaus Renft, Henry Kotowski, Manfred Krug, Veronika Fischer, Toni Krahl, Nina Hagen und so viele mehr.

 

Wer also ein umfassendes, ausführliches Werk über die Musikbewegung der Jugend in den Jahren der DDR sucht, dem sei das Buch „DDR Rock & Pop“ von Bernd Lindner, das 2008 im Komet-Verlag erschienen ist, von Herzen zu empfehlen!

 

 

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