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DDR Geld - Geldgeschichten aus der DDR

Vorige Woche (06.10.) haben wir auf Facebook gefragt, welcher der dort von uns gezeigten Geldscheine (5 bis 200 DM) nie im Umlauf war. Wer sich näher für das Thema Geld, Währung und für Hintergrundinformationen dazu interessiert, dem kann ich wärmstens das Buch „DDR Geld - Geldgeschichten aus der DDR" empfehlen.
von Admin (16.10.2013)

Vorige Woche (06.10.) haben wir auf Facebook gefragt, welcher der dort von uns gezeigten Geldscheine (5 bis 200 DM) nie im Umlauf war. Wer sich näher für das Thema Geld, Währung und für Hintergrundinformationen dazu interessiert, dem kann ich wärmstens das Buch „DDR Geld - Geldgeschichten aus der DDR" empfehlen. Ein Schatz aus unserer Bibliothek - zwar besonders, aber sicher nicht nur für Sammler interessant.

Der Autor, Dr. oec. Peter Leisering, hat 1982 auf dem Gebiet der Wirtschaftsgeschichte promoviert und begann nach zahlreichen Projekten Anfang des Jahrtausends eine umfangreiche Recherche zur Herstellung und Emission zunächst der Gedenkmünzen der DDR, die sich mehr und mehr auf das Münzgeld überhaupt und seit einigen Jahren auch auf die Banknoten der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ausweitete. Ab 2006 publizierte er Ergebnisse seiner Arbeit in zahlreichen Artikeln und konnte mit der Auswertung des Archivmaterials und gezielter Information bei Zeitzeugen neue Fakten und Zusammenhänge zur Geld- und Geldzeichengeschichte Ostdeutschlands vorstellen.

Sein vorliegendes Werk erschien in 1. Auflage 2011 im Gietl-Verlag, heute in der 2. Auflage ist es für 35 € erhältlich und hat die ISBN 978-3-86646-836-8. Es beschäftigt sich in chronologischer Folge mit der Entwicklung des Geldes in der DDR von 1948 bis 1990. Dabei erzählt der Autor Geschichten und Anekdoten, ergänzt durch die Beleuchtung politischer und ökonomischer Hintergründe, erläutert Fakten und berichtet Erstaunliches. Peter Leisering hat mit etlichen Zeitzeugen gesprochen und Unmengen an Material zu Rate gezogen, um die Geschichte des Geldes von Anfang an zu erzählen. Wie verlief die Währungsreform Mitte 1948? Welche Künstler entwarfen die Prägungen und warum schieden die Entwürfe mancher Künstler aufgrund ihres Wohnsitzes aus? Wer gab welche Änderungen der Prägungen in Auftrag? Warum wurde dieses Material für die Münzen verwendet und kein anderes? Wie sollten die Noten fälschungssicher gemacht werden und warum ging das „nach hinten los"? Wieso gab es so viele Fehldrucke? Wie reagierte die Bevölkerung auf so manches Debakel um Prägung und Druck des Geldes?
Das ist nur ein winziger Bruchteil der unzähligen Fragen, die das Buch „DDR Geld" beantwortet. Außerdem enthält es einige Abbildungen sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß, von den Noten und Münzen, von „Akteuren" in der Entwicklung des Geldes und auch von interessanten Orten, an denen sich die Ereignisse abspielten.

Für die versierten Sammler von Münzen und Geldscheinen ist das Buch ganz sicher ein Muss. Aber auch diejenigen, die als Bürger der DDR täglich mit diesem Geld umgingen, werden recht erstaunliche Neuigkeiten darin finden. Alle Interessierte können nach Absprache gern in unserer Bibliothek einen Blick in dieses und noch viele weitere interessante Werke werfen.

Eine Leseprobe finden Sie hier.

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