Das Lieblingsobjekt von…Sören Marotz, Sammlungsleiter des DDR Museums

Unseren Sammlungsleiter nach „dem tollsten/wichtigsten/bedeutsamsten Objekt“ der Sammlung zu fragen ist keine unkomplizierte Angelegenheit. Er hängt ganz anders an den Objekten, kennt sie besser, kümmert sich um jedes einzelne und wertschätzt sie gleichermaßen. Unser Sammlungsleiter Sören Marotz hat daher auch den Anspruch „alle Kinder gleichermaßen zu lieben“, nichts soll in seiner Bedeutung vernachlässigt oder übermäßig herausgestellt werden. Recht hat er ja, trotzdem musste ich ihn für diesen Blogbeitrag ein wenig drängen, sich festzulegen.
von Melanie Alperstaedt (27.08.2014)

Unseren Sammlungsleiter nach „dem tollsten/wichtigsten/bedeutsamsten Objekt“ der Sammlung zu fragen ist keine unkomplizierte Angelegenheit. Er hängt ganz anders an den Objekten, kennt sie besser, kümmert sich um jedes einzelne und wertschätzt sie gleichermaßen. Unser Sammlungsleiter Sören Marotz hat daher auch den Anspruch „alle Kinder gleichermaßen zu lieben“, nichts soll in seiner Bedeutung vernachlässigt oder übermäßig herausgestellt werden. Recht hat er ja, trotzdem musste ich ihn für diesen Blogbeitrag ein wenig drängen, sich festzulegen.

Als eines seiner liebsten Objekte hat er mir das Plattenbauwohnzimmer in unserer Ausstellung genannt. Er war bereits bei der Eröffnung des DDR Museums am 15. Juli 2006 eingeladen und seitdem ist es ihm der Raum selbst und die dortige Atmosphäre eindrücklich in Erinnerung geblieben. Und anders als Besucher, hat er öfter bei seinen Kontrollrundgängen  in der Ausstellung genau in diesem Raum ein paar ruhige Momente. Er ist meist schon vor der Öffnung vor Ort und hat in diesem Zeitraum das Wohnzimmer sozusagen ganz für sich allein.

Was würden Sie tun, wenn Sieallein im Wohnzimmer wären? Herr Marotz setzt sich gern einfach  ein paar Minuten auf das Sofa und denkt dort darüber nach, was in der Ausstellung noch zu tun ist und was für Aufgaben der Arbeitstag bereithält. Er macht sich dann einige Notizen oder blättert einfach nur persönlich den dort hängenden Kalender um.

In diesem Falle ist es nicht wie bei anderen Kollegen die Inszenierung des Wohnzimmers, die es zu einem Lieblingsobjekt macht. Es ist nicht das einzelne Objekt, das Herr Marotz bevorzugt, kein Exponat, das er vernachlässigt …es ist einfach die ganz persönliche Bedeutung, der Moment der Ruhe und des Nachdenkens, welcher das Plattenbauwohnzimmer für Herrn Marotz so besonders macht.

 


 

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