DDR Museum

Das Lieblingsobjekt von Federica Felicetti, der Social Media-Praktikantin des DDR Museums

Ich bin seit einigen Wochen als Social Media Praktikantin für das DDR Museum tätig, da ich Kommunikationswissenschaften studiert habe. Meine Schwerpunkte im Studium waren damals Social Media-Marketing und Werbung, so dass ich meine Abschlussarbeit über die Bedeutung des Social Media-Marketings für die externe Kommunikation von Museen geschrieben habe.
(28.05.2014)

Ich bin seit einigen Wochen als Social Media Praktikantin für das DDR Museum tätig, da ich Kommunikationswissenschaften studiert habe. Meine Schwerpunkte im Studium waren damals Social Media-Marketing und Werbung, so dass ich meine Abschlussarbeit über die Bedeutung des Social Media-Marketings für die externe Kommunikation von Museen geschrieben habe.

Ich komme aus Italien und habe mich schon immer für die Geschichte der DDR interessiert. Vermutlich habe ich aber eine andere Perspektive als viele von Ihnen, da ich oder mein persönliches Umfeld keinen persönlichen Bezug zur deutschen Geschichte haben. Im DDR Museum sammele ich  nun meine eigenen Erfahrungen und besonders gut gefällt mir das Konzept der „Geschichte zum Anfassen“. Alles ist sehr interaktiv und auch unterhaltsam, so dass ich nicht nur ein einziges Lieblingsobjekt habe. Es gibt einfach zu viele Aspekte oder Objekte, die ich gut finde.

Ein sehr interessantes Thema ist für mich die Freikörperkultur, denn das FKK so beliebt in der DDR war, ist für mich eine große Überraschung gewesen. Im katholisch geprägten Italien ist FKK fast ein Tabuthema. Sicherlich gibt es bestimmte Strände, an denen es erlaubt ist. Aber man hat schon im Hinterkopf, dass FKK andere Menschen stören oder peinlich berühren könnte. Somit ist der Umgang mit Nacktheit in der DDR ein ganz anderer als in meinem Heimatland Italien.

Wenn ich etwas aus der Ausstellung mitnehmen könnte, wäre es ein T-Shirt aus dem Kleiderschrank. Es ist weiß und abgebildet ist ein sich fast küssendes Pärchen. Wenn man das T-Shirt sieht, denkt man sofort an die 80er Jahre, denn es hat einen bestimmten „Retro-Charme“. Ich finde das T-Shirt sehr aktuell und modisch und als Italienerin bin ich sehr modeinteressiert. Ich bediene also ein Klischee ;) Selbstverständlich bleibt das T-Shirt aber an seinem Platz! Was ich aber mitnehmen werde sind die Eierbecher aus „Plaste“ in Hühnerform! Dieses Design gefällt mir auch ausgesprochen gut und im Gegensatz zum T-Shirt gibt es eine Nachbildung auch als Souvenir zu kaufen. Das wird ein tolles Mitbringsel für meine Familie sein!

Und wenn ich in der gesamten Ausstellung nur ein Foto machen dürfte, dass wäre es auf jeden Fall das Plattenbauwohnzimmer! Dort kann man richtig „Atmosphäre schnuppern“, sämtliche Schubladen und Schränke öffnen und überall entdeckt man Objekte oder Informationen. Alles ist in diesem Raum ganz anders und fremd, als ich es aus meinem Leben kenne. Das ist eine sehr spannende Erfahrung!

Das macht es auch so interessant, für das DDR Museum zu arbeiten. Jeden Tag lerne ich hier etwas Neues über die Deutsche Geschichte, was eine große Bereicherung für meinen Auslandsaufenthalt ist!

 

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