„Das Kritische kommt mit wachsendem Verstand“ – Lutz Stückrath zu Gast im DDR Museum

von Melanie Alperstaedt (15.04.2015)

Lutz Stückrath ist Berliner und das hört man. Er ist Kabarettist durch und durch, das sieht und spürt man. Wie immer bei der Veranstaltungsreihe „Schäfers Stündchen“ sind die geladenen Gäste Bühnenprofis, die wissen, wie sie ein Publikum fesseln. Es scheint bei Ihnen egal zu sein, ob Sie vor 3.000 oder 30 Menschen sprechen!

Geboren wurde Herr Stückrath 1938 und so erzählte er von seiner Kindheit im Krieg, seiner Ausbildung, seiner Zeit bei der Armee. Besondern interessiert war das Publikum natürlich daran, wie er zum Kabarett kam. Er begann bereits mit 15 und nach seiner Ausbildung an der Theaterhochschule „Ernst Busch“ in Berlin entwickelte er sich zu einem DER Kabarettisten in der DDR. Er feierte mit dem Kabarett „Die Kneifzange“ und „Die Distel“ Erfolge und arbeitete mit spannenden Persönlichkeiten, Kabarettisten und Schauspielern zusammen.. So war er mehrfach in der Sendung „Ein Kessel Buntes“ als Teil des Kabarettisten-Trios „Die drei Dialektiker“ zu sehen und erzählte von dem guten Verhältnis zwischen Manfred Uhlig, Horst Köbbert und ihm selbst. So bekam man gestern einen spannenden Einblick in den „Kabarettisten-Alltags“ und erfuhr, wie sich Stückrath durch kleine Tricks in der DDR bei Auftritten im Ensemble oder als freischaffender Solokabarettist auch eine gewisse künstlerische Freiheit herausnahm. Nach 1989 ging die Karriere dann weiter. Von 1991- 1994 war er bei den „Stachelschweinen“, trat weiterhin als Solokabarettist auf und spielte in zahlreichen TV- Filmen und Serien mit. Am Ende der Veranstaltung erzählte er noch eine Anekdote über Gerd Schäfer (der Vater des Moderators Alexander G. Schäfer!) und hier zog die Art, wie Herr Stückrath diese kleine Geschichte vortrug, das Publikum in seinen Bann. Er kann es einfach.

Es war ein spannendes Leben, in das Herr Stückwath uns gestern hineinschnuppern ließ! Sollten Sie nun neugierig sein: Mehr über unseren gestrigen Gast erfahren Sie auf seiner Webseite www.lutz-stueckrath.de oder aus seinem Buch "Gute Seiten, schlechte Seiten".

 

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