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Das batteriebetriebene Fahrzeug „Polar 2“

Viele Spielzeuge der DDR beruhten auf technischen Errungenschaften der Sowjetunion, da solche der DDR verwehrt blieben. So kam es dazu, dass ein Forschungsvehikel, welches für Expeditionen ins Eis konzipiert war, seinen Weg in die Spielzeugproduktion der DDR fand. von Jörn Kleinhardt (14.04.2016)

Viele Spielzeuge der DDR beruhten auf technischen Errungenschaften der Sowjetunion, da solche der DDR verwehrt blieben.

So kam es dazu, dass ein Forschungsvehikel, welches für Expeditionen ins Eis konzipiert war, seinen Weg in die Spielzeugproduktion der DDR fand.

Es handelt sich dabei um das Kettenfahrzeug „Polar 2“, dem bekannteren Nachfolger des „Polar 1“ im Maßstab 1:15. Hergestellt wurden beide in dem VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg für den Preis von 38,50M.

Wie der Name der Produktionsstätte schon verrät, handelt es sich beim Polar 2 um ein mechanisch betriebenes Blechspielzeug.

Es wurden dort noch weitere Fahrzeuge aus Blech hergestellt, um mal einige Beispiele zu nennen: Hochkran Atlas, Buggy Jeep in verschiedenen Ausführungen, Hubschrauber.

Zurückzukommen zum Polar 2, dieser musste mit drei 1,5V R20 Monobatterien ausgestattet werden, damit der kleine Piko 4,5V Motor betrieben werden konnte.

Zwei Ausführungen waren erhältlich, eine blaue und eine rote.

Bis auf wenige Bauteile war das Fahrzeug komplett aus Blech. Der kleine Radarschirm ist eines der Bauteile aus Plastik und drehte sich ununterbrochen bei ausreichend Energiezufuhr.

Am Heck des Fahrzeugs war der Hebel zum Einstellen der Fahrtrichtung. Rechts, links sowie vorwärts wie rückwärts waren möglich.

Mit knapp 28cm Breite, 17cm Höhe und 13cm Tiefe war der Polar 2 ein nicht gerade kleines Spielzeug.

Mit Sicherheit konnte er in einem Parcours aus verschiedenen Hindernissen, ob nun drinnen oder draußen, den Großteil davon mit Leichtigkeit überwinden.

 

Ein Gastbeitrag von Juliane Knote

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