Veranstaltung

Bericht von der Info-Meile der Zeitgeschichte

Die zentralen Feierlichkeiten zum Gedenken an die Maueropfer und den Mauerbau am 13. August 1961 fanden an der Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße hier in Berlin statt. Dort gab es auch eine "Info-Meile der Zeitgeschichte", auf der sich viele Institutionen der Geschichtsaufarbeitung vorstellten.
von Melanie Alperstaedt (15.08.2011)

Die zentralen Feierlichkeiten zum Gedenken an die Maueropfer und den Mauerbau am 13. August 1961 fanden an der Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße hier in Berlin statt. Dort gab es auch eine "Info-Meile der Zeitgeschichte", auf der sich viele Institutionen der Geschichtsaufarbeitung vorstellten. Als Besucher konnte man ein wenig schlendern und sich dabei an den verschiedenen Info-Ständen informieren.

Meine Kollegin und ich waren um ca. 11:30 Uhr vor Ort und waren  zur Schweigeminute um 12 Uhr fertig mit dem Aufbau des Standes. Leider war jedoch so viel Trubel um uns herum, dass viele die Schweigeminute gar nicht mitbekamen. Eine Dame rief dann in den Trubel hinein und machte auf die Aktion aufmerksam, da war es allerdings schon 45 Sekunden zu spät. Man hörte also in unserer Nähe nur für 15 Sekunden die Glocken und dann war auch schon alles wieder vorbei.

Das Publikum an diesem Tag war sehr gemischt: Neben ganzen Familien schlenderten auch ältere Menschen und einige Touristen umher. Viele von den Besuchern unseres Standes kannten schon das DDR Museum und den Satz "Schau mal, da war ich schon!" hörte ich bei uns recht oft. Allerdings waren dann doch so einige im Gespräch mit uns überrascht, als sie von unserer Erweiterung und der inzwischen doppelt so großen Ausstellung hörten.

Wir hatten, und das ist ja nicht selbstverständlich, großes Glück mit dem Wetter! Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hatte man dann auch selbst die Möglichkeit, herumzuschlendern. Bei jener Institution Hallo zu sagen, sich hier vorzustellen und sich dort selbst zu informieren. Im Rahmen meines Rundgangs sah ich dann auch die vielen und teilweise sehr prachtvollen Blumenkränze, die zum Gedenken an die Maueropfer dort von verschiedenen Institutionen und Parteien abgelegt wurden.

Es war trotz des ernsten Themas ein wirklich schöner Tag. Überall gab es Menschen, die sich für die eigene Arbeit interessierten. Dadurch ergaben sich viele spannende Gespräche und teilweise erzählten ältere Besucher, wie sie selbst die DDR erlebt hatten. Neben unserem Stand befanden sich der Berliner Unterwelten e.V., mit dem man ebenfalls einen kurzen Plausch halten konnte. Es war kein richtiges Straßenfest, aber es war ein Ort des Gedenkens an dem man sich wohlfühlen konnte. Einige Institutionen boten z.B. selbstgemachte kleinere Leckereien an und die Stimmung war durchweg herzlich.

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