Veranstaltung

„Beim Wohnen herrschte auch Anarchie“

Am Dienstag hatten wir den Leipziger Wissenschaftler, Herrn Dr. Udo Grashoff, bei uns zu Gast, der uns seine Studien, bzw. sein Buch „Schwarzwohnen - Die Unterwanderung der staatlichen Wohnraumlenkung in der DDR" vorstellte.
von Admin (26.04.2012)

Am Dienstag hatten wir den Leipziger Wissenschaftler, Herrn Dr. Udo Grashoff, bei uns zu Gast, der uns seine Studien, bzw. sein Buch „Schwarzwohnen - Die Unterwanderung der staatlichen Wohnraumlenkung in der DDR" vorstellte.

Ob Student, Rentner oder geschiedene Ehefrau - illegale Aneignung von Wohnraum war in der DDR gang und gäbe. Und Motiv dafür war blanke Wohnungsnot. Da viele Wohnungen Ruinen glichen, hatten die meisten „Schwarzwohner" auch kein schlechtes Gewissen. Mit ein wenig Glück, der ein oder anderen Strategie (z.B. dem Nachweis der unzumutbaren Wohnbedingung in der bisherigen Wohnung) oder einem selbstgebackenen Kuchen für den zuständigen Bearbeiter, wurde man auch oft im Handumdrehen vom illegalen Wohnraumbesetzer zum offiziellen Wohnungsmieter.

Dem analytischen ersten Teil des Buches, folgt der zweite episodenreiche, der auch das ein oder andere Schmunzeln mit sich bringt :) 

Und für alle, die sich besonders für Halle interessieren, kann ich das Buch „Leben im Abriss. Schwarzwohnen in Halle an der Saale" empfehlen.


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