„Begegnungen an der Trasse“ – ein Filmhinweis

Nicht nur für Interessierte an der DDR-Geschichte habe ich heute einen spannenden Tipp. Auch für Fernsehzuschauer, die sich gern Dokumentarfilme ansehen, lohnt es sich sicher am Abend Kurt Tetzlaffs „Begegnungen an der Trasse" einzuschalten. Der Reisebericht dokumentiert die Bauarbeiten an der Ergasleitung „Drushba" zwischen Weihnachten 1975 und April 1976. Die DDR war bis 1979 zuständig für den Bau eines über 500 Kilometer langen Bauabschnittes in der Ukraine. Für viele junge Menschen aus der DDR ermöglichte diese Aufgabe ein Abenteuer im „Wilden Osten" und die Chance für eine Weile dem Heimatland den Rücken zu kehren. Daneben erwartete sie aber auch jede Menge harter Arbeit, zum Teil zu äußerst schwierigen Bedingungen. Bei Minusgraden mussten Überstunden geschuftet werden, bis zu 15 Stunden Arbeit am Stück.
von Dr. Stefan Wolle (05.08.2010)

Nicht nur für Interessierte an der DDR-Geschichte habe ich heute einen spannenden Tipp. Auch für Fernsehzuschauer, die sich gern Dokumentarfilme ansehen, lohnt es sich sicher am Abend Kurt Tetzlaffs „Begegnungen an der Trasse" einzuschalten. Der Reisebericht dokumentiert die Bauarbeiten an der Ergasleitung „Drushba" zwischen Weihnachten 1975 und April 1976. Die DDR war bis 1979 zuständig für den Bau eines über 500 Kilometer langen Bauabschnittes in der Ukraine. Für viele junge Menschen aus der DDR ermöglichte diese Aufgabe ein Abenteuer im „Wilden Osten" und die Chance für eine Weile dem Heimatland den Rücken zu kehren. Daneben erwartete sie aber auch jede Menge harter Arbeit, zum Teil zu äußerst schwierigen Bedingungen. Bei Minusgraden mussten Überstunden geschuftet werden, bis zu 15 Stunden Arbeit am Stück.

Tetzlaff zeigt in seinem Film jedoch nicht nur die Arbeit der Beteiligten. Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen die jungen Menschen, die den Schritt ins Ungewisse gewagt haben. Atmosphärisch sehr gelungen, fängt Tetzlaff die Stimmung an der Trasse ein, zeigt die Hoffnungen und Freuden der so genannten „Trassniks", aber auch ihre Probleme.

Mehr Informationen zu dem Film, der heute Abend um 23.05 Uhr im MDR gezeigt wird, finden Sie auf http://www.mdr.de/doku/geschichte/5777691.html.

Autorin: Tina Strauch, Mitarbeiterin des DDR Museum. Sie beschäftigt sich im Rahmen eines Projektes speziell mit dem Thema Drushba-Trasse, führte Interviews mit ehemaligen "Trassniks" und wünscht Ihnen bei dieser spannenden Dokumentation viel Spaß!



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