Bahnhof der Tränen

Die Grenzübergangsstelle Berlin Friedrichstraße
von Janine Henschel (28.08.2013)

Die Grenzübergangsstelle Berlin Friedrichstraße

Viele kennen den großen, modernen Bahnhof im Bezirk Mitte mit zahlreichen Geschäften und Imbissständen, als Umsteigemöglichkeit und geprägt von Menschenmassen sowie Touristen. Aber er ist viel mehr!

Am gestrigen Abend zeigte Dr. Philipp Springer die Geschichte dieses historisch wichtigen Bahnhofs zu DDR-Zeiten: als Grenzübergangsstelle.

In seinem vor 3 Wochen im Ch. Links Verlag erschienenen Buch zeigt der Historiker verschiedene Alltagssituationen seit dem Mauerbau 1961 auf. Das Publikum hatte bei der Lesung im Besucherzentrum des DDR Museum die Möglichkeit, am Geschehen der ehemaligen DDR-Bürger teilzuhaben. Die kleinen Geschichten und zahlreiche Fotos, die oft auch heimlich entstanden sind, vermittelten einen authentischen Eindruck vom Schicksal dieser Menschen. Fluchtversuche - die oftmals gescheitert sind -, die Nutzung als „Agentenschleuse" oder das in Kontakttreten der Westdeutschen mit der DDR sind nur einige Beispiele.

Grundlage dieses Bandes waren Akten des Ministeriums für Staatssicherheit und zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir einige von ihnen bei der gestrigen Lesung im Publikum entdecken durften.

Das mit 183 Abbildungen versehene Buch können Sie für 19,90 € in jeder gängigen Buchhandlung erwerben.

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