Auch ein Wasserhahn muss passen

Beim „Besuch“ unserer Gefängniszelle im Museum fiel mir von Anfang der Wasserhahn auf. Nicht der Hahn an sich, sondern seine Farbe: orange. Das knallt, wirkt echt hip. In diesem Teil der Ausstellung geht es aber um die Inhaftierung von politischen Gefangenen, unter anderem im berüchtigten Stasi-Gefängnis „Bautzen II“. Hier ist es besonders wichtig, historisch korrekt zu sein, auch wenn die Zelle in unserer Dauerausstellung insgesamt natürlich ein Nachbau ist. Von daher habe ich mir von einer ehemaligen Kollegin, die heute für die „Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft“ arbeitet, Rat geholt. Nun können wir einen passenden Wasserhahn besorgen, so wie er bisher noch nicht im Sammlungsbestand ist.
von Sören Marotz (26.07.2013)

Beim „Besuch“ unserer Gefängniszelle im Museum fiel mir von Anfang der Wasserhahn auf. Nicht der Hahn an sich, sondern seine Farbe: orange. Das knallt, wirkt echt hip. In diesem Teil der Ausstellung geht es aber um die Inhaftierung von politischen Gefangenen, unter anderem im berüchtigten Stasi-Gefängnis „Bautzen II“. Hier ist es besonders wichtig, historisch korrekt zu sein, auch wenn die Zelle in unserer Dauerausstellung insgesamt natürlich ein Nachbau ist. Von daher habe ich mir von einer ehemaligen Kollegin, die heute für die „Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft“ arbeitet, Rat geholt. Nun können wir einen passenden Wasserhahn besorgen, so wie er bisher noch nicht im Sammlungsbestand ist.

Interessanterweise gab es in Bautzen auch warmes Wasser, da die dortigen Häftlinge oftmals in den Westen „freigekauft“ wurden und sich dort nicht über eine schlechte Behandlung beklagen sollten.



 

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