Aktuelle Neuerscheinungen Mai 2/2015

Heute setzen wir unsere Kategorie fort, in der wir Ihnen aktuelle Neuerscheinungen aus der Welt der Bücher zum Thema DDR vorstellen wollen. Wie immer nehmen wir keine Wertung vor, sondern ermöglichen Ihnen bei Interesse ganz leicht den Zugang zu den Werken. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung zu den vorgestellten Titeln.
von Admin (27.05.2015)

Heute setzen wir unsere Kategorie fort, in der wir Ihnen aktuelle Neuerscheinungen aus der Welt der Bücher zum Thema DDR vorstellen wollen. Wie immer nehmen wir keine Wertung vor, sondern ermöglichen Ihnen bei Interesse ganz leicht den Zugang zu den Werken. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung zu den vorgestellten Titeln.

DIE DDR BEI OLYMPIA –ALLE TEILNEHMER, ALLE PLATZIERUNGEN

Verzeichnis

Die DDR nahm von 1956 bis 1988 an Olympischen Spielen teil. Erst starteten die Athleten nach diversen Ausscheiden in einer gesamtdeutschen Mannschaft, 1972 traten sie in München erstmals mit einer eigenen Mannschaft an. Auch 25 Jahre nach dem Ende des Landes gehört die DDR-Mannschaft in der Bilanz noch immer zu den leistungsstärksten Teams des olympischen Leistungssports. DDR-Athleten holten 202 mal Gold, 189 mal Silber und 172 mal Bronze. In seiner Dokumentation nennt der Sportjournalist Klaus Huhn alle Teilnehmer der olympischen Sommer- und der Winterspiele, führt ihre Platzierungen und die Sportarten auf, in denen sie starteten.

"Die DDR bei Olympia" ist am 21.05.2015 im Spotless-Verlag erschienen. Es hat die ISBN 978-3360020871 und ist für nur 14,99 € erhältlich.

 

Die Kriminalistik an den Universitäten der DDR

Fachbuch

Als mit Senatsbeschluss von 1990 "mangels Bedarfs" die Abwicklung der Sektion Kriminalistik der Humboldt-Universität zu Berlin begann und eine traditionsreiche Wissenschaftsdisziplin ihr Ende fand, sprachen namhafte Experten von einem "Rückschritt in der Wissenschaftsentwicklung". Mit gebührendem Abstand legen die Autoren nun eine detaillierte historische Abhandlung ihrer Fachdisziplin vor und leisten damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Berliner Wissenschaftsgeschichte, sondern dokumentieren zugleich das hohe theoretische Niveau der Kriminalistik in der DDR. Erstmals wird dabei auch die wissenschaftliche Bilanz der kriminalistischen Institutionen an den Universitäten Leipzig, Halle-Wittenberg und Jena gewürdigt. Als rechtswissenschaftliche Disziplin war die Kriminalistik an die Interessen des sozialistischen Staates gebunden. Im Allgemeinen gelang es jedoch, zumindest das wissenschaftliche Instrumentarium von einer unmittelbaren Politisierung freizuhalten, was sich letztlich auch in der hohen internationalen Reputation der universitären Einrichtungen widerspiegelte. Die sowjetische Kriminalistik spielte für die DDR eine herausragende Rolle, weshalb der Kriminalistik in der Sowjetunion und ihrer Rezeption in der DDR ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Mit Betrachtungen und Analysen zu der interdisziplinären Schriftenreihe "Kriminalistik und forensische Wissenschaften" schließt der Band ab. Im Anhang findet sich ein Verzeichnis der Habilitationsschriften, Dissertationen und kriminalistischen Diplomarbeiten, die größtenteils an der Humboldt-Universität zu Berlin verteidigt worden sind. Wenn spätere Generationen noch einmal die Frage nach der Notwendigkeit der Wissenschaft Kriminalistik an einer Universität stellen werden, könnte die Besinnung auf Gewesenes von Nutzen sein. "Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." Wilhelm von Humboldt

"Die Kriminalistik an den Universtitäten der DDR" ist am 20.05.2015 im Verlag Dr. Köster Berlin erschienen. Es hat die ISBN 978-3895748806 und ist für nur 29,80 € erhältlich.


DER NATIONALPREIS DER DDR – GESCHICHTE – REALIEN – VERZEICHNISSE

Fachbuch

Sachbuch zum Nationalpreis der DDR, Stiftung, geschichtliche Entwicklung, Besonderheiten, jährliche Verleihungen, Verzeichnis sämtlicher Träger. Heinrich Mann erhielt ihn 1949, den noch vor Staatsgründung geschaffenen Nationalpreis der DDR. Goethes Konterfei schmückte die goldene Medaille, egal ob der Preis in Klasse I, II oder III vergeben wurde. Gestaffelt war hingegen der daran hängende Geldpreis. Der Sprachwissenschaftler Theodor Frings, der Physiker Robert Rompe, der Mediziner Theodor Brugsch gehörten zu den ersten Preisträgern. Verliehen wurde der Preis an Einzelpersonen oder Kollektive für Wissenschaft und Technik, neue Arbeits- und Produktionsmethoden und für Kunst und Literatur. Dietrich Herfurth hat eine Chronik der Nationalpreisträger und ihrer Verdienste verfasst - viele Namen tauchen auf, die bis heute und mit Recht bekannt sind.

Die verbesserte und erweiterte 2. Auflage von "Der Nationalpreis der DDR" ist am 15.05.2015 unter der ISBN 978-3000491948 und für nur 24,90 € erhältlich.
 
Immer der Sonne nach, aber erst gegen Abend

Roman

Clemens muss erwachsen werden. Und das ausgerechnet in N., einer drögen Stadt im Norden des Ostens, die keinen so einfach entlässt, bevor sie sich nicht an ihm vergangen hat. Am liebsten macht er sich gegen Abend auf den Weg, wenn ihn die Sonne in ihren Bann zieht; während er tagsüber ganz andere Sorgen und renitente Genossen sowie die Stasi im Genick hat. Zum Glück und zur Abwechslung gibt es Konzerte, Kumpels, Bier. Beziehungsweise noch wichtiger: Malte, oder Claire - die Hormone nicht zu vergessen. Obwohl Clemens diesen, wie auch den Atomen, nicht so recht über den Weg traut. Lieber denkt er an Kafka und Camus, beobachtet Ameisen oder durchsucht den Himmel. Clemens scheint pausenlos unterwegs zu sein, auf Hiddensee, in Moskau, in Mecklenburg und im restlichen Land, dessen Menschen er für sich entdeckt. Dabei kommt ihm immer wieder die Zeit gedanklich in die Quere, die Heimat gerät in Gefahr - und die Liebe gleich mit. Zum Nachdenken bringt ihn anfangs Einsteins Zunge, später Chopins Herz … und ein Zettel Papier, wie eine Flaschenpost aus einem "Land vor unserer Zeit"…

Das Buch "Immer der Sonne nach, aber erst gegen Abend" ist am 22.05.2015 mit der ISBN 978-1512192551 erschienen und für nur 11,76 € erhältlich.

 

Von einem, der Auszog das Flüchten zu lernen

Biografie

Eine wahre Geschichte: Wir tauchen hier ein, in eine bewegende Geschichte, die es nach heutigem Rechtsverständnis eigentlich nicht geben dürfte. Und doch ist es passiert. Auch heute noch werden in dieser aufgeklärten, zivilisierten Welt Menschen ihres Glaubens und ihrer Lebenseinstellung wegen verfolgt, erniedrigt und unterjocht. Diese Geschichte spielt im Jahr 1989 in der damaligen DDR. Der Autor wollte dem Leben in der DDR entfliehen und wurde bei einem Fluchtversuch in Bratislava verhaftet. Detailgenau werden hier die Einzelheiten seines Fluchtversuches, seiner Haftzeit und der anschließenden Entlassung in die Bundesrepublik Deutschland beschrieben.

"Von einem der auszog, das flüchten zu lernen" ist am 14.05.2015 unter der ISBN 978-1507620878 erschienen und als Taschenbuch für nur 4,50 € erhältlich.

 

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2015: Die DDR

Zeitschrift

Sie war ein Kind des Kalten Krieges und hatte schlechtere Startbedingungen als die Bundesrepublik. Trotzdem sah es eine Weile so aus, als könnte es der DDR gelingen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie wurde als Uno-Mitglied anerkannt, feierte Triumphe im Sport, und sogar die Weltbank führte sie auf Platz zehn der stärksten Industrienationen. Die Menschen in Ostdeutschland hatten ihre Helden, ihre Träume und Erfolge, aber sie wollten mehr: mehr Freiheit und einen höheren Lebensstandard. Und schließlich wählten sie 1990 die schnelle Vereinigung mit dem Westen. Dieses Heft handelt von den Jahrzehnten davor, von den Leistungen und Lügen des DDR-Systems, vom Alltag im sozialistischen Deutschland. Konzipiert wurde die Ausgabe von SPIEGEL-Redakteur Uwe Klußmann. Er wurde 1961, im Jahr des Mauerbaus, in Westdeutschland geboren, hatte aber zur DDR schon immer einen näheren Bezug als die meisten Bundesbürger. Weil sein Vater DDR-Flüchtling war, besuchte er ab 1975 regelmäßig die ostdeutsche Republik. Er wusste, dass die Staatssicherheit seinen Vater unter Druck angeworben hatte, und als die Stasi dann zweimal versuchte, ihn für Spitzeldienste zu gewinnen, sagte er zweimal nein. Klußmann beschreibt den DDR-Geheimdienst also aus persönlicher Erfahrung und anhand von Akten, die er genau beurteilen kann. Wie farbig das Leben unter dem eisgrauen SED-Regime sein konnte, zeigt das Gespräch mit dem Maler-Ehepaar Rosa Loy und Neo Rauch. Sie erzählen von den kreativen und auch lustvollen Freiheiten, die sie als Kunststudenten in Leipzig hatten. Heute gehört Rauch international zu den bedeutendsten Malern der Gegenwart. Unter dem Titel »Der DDR (k)eine Träne nachweinen« hat der Wittenberger Theologe und Bestsellerautor Friedrich Schorlemmer einen Essay beigesteuert. Darin geht er der Frage nach, welche inneren Widersprüche den sozialistischen Alltag prägten.

Die SPIEGEL-Ausgabe zur DDR erscheint heute am 27.05.2015 und ist für nur 7,80 € erhältlich. Das Inhaltsverzeichnis können Sie vorab hier einsehen.

 

Mehr zum Thema

Online-Tickets ohne Warteschlange

Ticket kaufen