Objekt der Woche

„AKA ELECTRIC“ Haushaltshelfer aus der DDR

Der Artikel widmet sich der Produktlinie „AKA ELECTRIC“ vom Zusammenschluss verschiedener Fabrikationsstätten und Betriebe bis zur Produktvielfalt. von Jörn Kleinhardt (22.03.2018)

Der Zusammenschluss

Im Jahr 1969 wurden fünfzehn der wichtigsten Hersteller für Haushaltselektronik auf dem Gebiet der DDR zur Vereinigung Volkseigener Betriebe Elektrischer Konsumgüter zusammengeschlossen. Die ab 1948 praktizierte Vereinigung Volkseigener Betriebe galt als planwirtschaftliches Element zur Steuerung und Führung von Industrie- und Dienstleistungsbetrieben. In der „Honecker Ära“ der 1970er und 1980er Jahre wurden viele der bestehenden VVBs in Kombinate umgewandelt.

Traditionshersteller unter einem Dach

Aber kommen wir zurück zur VVB Elektrischer Konsumgüter. Zu den fünfzehn Betrieben welche im Jahr 1975 Teil der Vereinigung waren, gehörten zahlreiche namhafte und alteingesessene Hersteller wie beispielsweise das Elektrogerätewerk Suhl oder der VEB Bergmann-Borsig aus Berlin. Viele dieser Hersteller hatten eigene Markennamen für ihre Produkte kreiert und diese Produkte teilweise seit Jahrzehnten auf dem Markt etabliert. So waren beispielsweise „Omega“ Staubsauger, „efbe“ Heizkissen oder „Komet“ Rasierer geläufige Marken und allseits bekannt bei DDR Bürgern in den 1960er Jahren. Um die Namensvielfalt der angebotenen Produkte übersichtlicher zu gestalten, wurden die Betriebe angewiesen ihre Artikel unter der Dachmarke „AKA ELECTRIC“ zu vermarkten. Viele der bis dahin etablierten Markennamen verschwanden daraufhin, es gab aber auch einige Ausnahmen wie den „Acosta“ Grill oder den klassischen „bebo sher“ Rasierer, welche weiterhin unter dem allseits bekannten Namen vermarktet wurden.

Die neue Dachmarke

Die neu geschaffene Produktlinie „AKA ELECTRIC“ wurde im Werbefernsehen mit folgendem Slogan vermarktet: „  AKA electric – in jedem Haus zu Hause“. Das AKA stand dabei für den Spruch "Aktiv auf dem Markt - Konzentriert in der Handelstätigkeit - Aktuell im Angebot", das ELECTRIC bezog sich natürlich auf den elektrischen Betrieb der Geräte. Die Produktpalette von „AKA ELECTRIC“ war sehr vielfältig, so gab es beispielsweise Luftduschen, Rasierer, Mixer, Manikürgeräte, Ondulierstäbe, Toaster, Staubsauger, Lüfter, Toaster, Mixer oder Heizkissen.

Objekte aus unserem Bestand

Zahlreiche Haushaltselektroartikel der Dachmarke „AKA ELECTRIC“ und deren Vorgänger „IKA ELECTRICA“ befinden sich derzeit in unserer Sammlung. So haben wir unter anderem den Staubsauger AKA effect 3002, das Rührgerät „Komet“ RG5, einen Fahrraddynamo, das Frisiergerät LD 11, den Heizschuh „Sandalon“ oder eine Weihnachtsbaumbeleuchtung in unserem Bestand. Auf unsere Facebook Seite werden analog zum Blog Produkte der Marke „AKA ELECTRIC“ in einem Bildordner präsentiert.

Das Ende

Mit der politischen Wende verschwand die Dachmarke „AKA ELECTRIC“ vom Markt. Einige der Traditionshersteller besannen sich auf ihre Wurzeln und kehrten ab 1990 zu ihren alten Namen zurück. Große Teile der ehemaligen Betriebe und Produktionsstätten wurden im Zuge der Privatisierungswelle Anfang der 1990er Jahre stillgelegt.

Tischgrill G90

in der Objektdatenbank

Heizschuh "Sandalon"

in der Objektdatenbank

Rührgerät RG 25

in der Objektdatenbank

Fön "AKA electric LD 11"

in der Objektdatenbank

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