50. Jahrestag des Mauerbaus – Der 13. August ist in aller Munde

In dieser Woche gibt es ein Thema, das die ganze Welt beschäftigt: Der Gedenktag zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 2011.
von Admin (10.08.2011)

In dieser Woche gibt es ein Thema, das die ganze Welt beschäftigt: Der Gedenktag zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 2011.

Seit Tagen, Wochen, ja sogar Monaten beschäftigen nicht nur wir uns täglich mit dem Thema „Bau der Berliner Mauer", auch in den Medien, in persönlichen Gesprächen und in sozialen Netzwerken wird über dieses Thema berichtet.

Am 13. August 1961 begann der Bau des Bauwerks, das eines der bedeutendsten in der Geschichte Deutschlands werden sollte: Die Mauer, die Deutschland uns sein Volk entzweite. Sie ist das Symbol für Diktatur und Unterdrückung und Instrument eines brutalen Regimes, durch das zahlreiche Flüchtlinge verletzt oder getötet wurden.

Die Reaktionen auf diesen Tag sind so vielfältig wie unterschiedlich: Viele Gedenkveranstaltungen mit Kranzniederlegungen und Andachen werden veranstaltet, Artikel geschrieben, Sendungen produziert, Gespräche geführt und Fragen gestellt.
Dennoch: Für viele junge Menschen der nachfolgenden Generationen und Bewohner anderer Länder ist dies ein Tag wie jeder andere: Unbekannt und deshalb unbedeutend. Vielen sagt der 13. August 1961 nichts. Um dies zu ändern gibt es nur folgende Möglichkeiten: Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Die Dauerausstellung des DDR Museum legt den Focus auf die Darstellung des Lebens in der DDR. Wie war es in einem Land zu leben, das von einer Mauer umgeben war? Wie sah diese Mauer überhaupt aus?
Antworten auf diese Fragen finden Besucher gleich zu Beginn Ihres Rundgangs durch die Dauerausstellung: Unser Mauer-Diorama veranschaulicht den Aufbau der Mauer und des umliegenden Grenzgebiets. Die Konfrontation mit dem Thema „Mauer" und ihren Folgen stellt die Grundlage für das Verstehen der Lebenssituation in der ehemaligen DDR dar.

In Gesprächen mit Schulklassen und durch Rückmeldungen unserer Besucher erfahren wir oft, dass es für viele junge Menschen oder ortsfremde Besucher heute schwer nachzuvollziehen ist, dass Berlin einst durch eine Mauer getrennt war. Deshalb begrüßen wir die vermehrte Berichterstattung zu diesem Thema und laden Sie dazu ein, sich am 13. August 2011 aufzumachen, um am Gedenken an den Tag des Mauerbaus und dessen schrecklicher Folgen teilzunehmen.
Nicht nur für Touristen, sondern gerade für Berliner ist es wichtig und interessant zu entdecken, inwieweit sich die Stadt seit dem 13. August 1961 verändert hat. Für alle, die sich für solche Entdeckungen interessieren, bietet sich ein Blick in das Buch „Wo stand die Mauer in Berlin?" oder "Die Mauer - Früher und Heute" an.

Bei unserer täglichen Arbeit wird oft deutlich, dass das Thema Mauer, Mauerbau und Mauerfall noch immer viele Menschen bewegt, erschreckt, aber auch fasziniert.
Die East-Side-Gallery ist als längstes verbliebendes Stück der Berliner Mauer ein sehr beliebtes Reiseziel. Dass es auch ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung ist, wird nicht immer auf den ersten Blick deutlich. Um einen Einblick zu erhalten, was die Berliner Mauer tatsächlich bedeutet hat, empfehle ich das Buch „Die Berliner Mauer - Ihr wahres Gesicht" zu lesen.

Für die Erinnerung an den Tag, an dem Deutschland gespalten wurde, sind die themenspezifische Literatur, Zeitungsartikel, Fernsehsendungen und Beiträge wichtig, sinnvoll und zu begrüßen, doch eines nehmen sie dem geneigten Leser dieses Blogeintrages nicht ab: Die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Bau der Mauer". Für mich ist der 13. August jedes Jahr erneut der Tag, an dem ich mir die Frage stelle:

„Was würde ich tun, wenn der Staat damit beginnen würde, eine Mauer um meinen Wohnort zu bauen und mich somit meiner Freiheit berauben würde?"

- Was würden Sie tun? -

Ich wünsche Ihnen eine spannende Woche und ein bisschen Zeit am Samstag, für eine ganz persönliche Auseinandersetzung mit dem Gedenken an die folgenschweren Ereignisse vom 13. August 1961.






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