Produktvitrinen 2.0

Nachts im Museum

Nachts werden im DDR Museum die Exponate nicht lebendig, sondern die Mitarbeiter aktiv. Um die Besucher im Museum nicht zu stören, werden Arbeiten dieser Art außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt, denn das DDR Museum hat 365 Tage im Jahr geöffnet. In der vergangenen Woche widmeten sich einige Kollegen der sogenannten "Produktwand". von Nina Krasemann (14.08.2017)

Vorarbeit

Die intern sogenannte "Produktwand" ist eine große Wand, die mehrere Vitrinen beinhaltet, die jeweils unterschiedliche Konsumprodukte der DDR zeigen - diese sollte nun erneuert werden. Lange wurde überlegt, welche Themen in den Vitrinen behandelt und welche Objekte gezeigt werden sollen. Nachdem man sich auf Lebens- und Genussmittel, Baby, Spielzeug, Musikinstrumente, Kosmetik, Hygiene, Schreibwaren, Chemiewaren und Kleinelektronik verständigt hatte, wurden passende Objekte aus unserer umfangreichen Sammlung herausgesucht. Da es sich teilweise um zerbrechliche und empfindliche Gegenstände handelt, mussten sie für den Transport aus dem Depot in Spandau nach Mitte ins Museum sorgfältig verpackt werden. Zusätzlich wurden für die Rückwände der Vitrinen thematisch passende Hintergründe gewählt. Aus verschiedenen Papiertüten aus DDR Zeiten wurden die schönsten Motive ausgesucht und auf maßangefertigte Rückwandverkleidungen aufgedruckt.

Los geht’s

Am Mittwoch war es dann endlich soweit. Die Exponate sollten ihr neues „Zuhause“ in der Ausstellung beziehen. Alle beteiligten Mitarbeiter trafen sich um kurz vor 20 Uhr in der Ausstellung, um erste Vorbereitungen zu treffen. Die Exponate wurden bereitgestellt, ein Tisch sollte das Arbeiten erleichtern. Als dann auch der letzte Besucher für diesen Abend die Ausstellung verlassen hatte, wurde losgelegt. Natürlich wurden zuerst die alten Exponate aus den Vitrinen geräumt und ordnungsgemäß verpackt, denn diese finden nun den Weg zurück ins Depot.

Nachdem die Vitrinen geputzt und die Hintergründe angebracht waren, wurden die Exponate liebevoll platziert. Da bei der Vorauswahl der Objekte großzügig entschieden worden war, musste nun "ausgesiebt" werden. Die Entscheidung fiel nicht immer leicht, doch am Ende des Abends erstrahlte ein alter Ausstellungsteil in neuem Glanz. Das ganze Team des DDR Museum freut sich Ihnen den überarbeiteten Teil zu präsentieren und hofft, Ihnen gefällt er mindestens so gut wie uns.

Die Exponate über die Lebens- und Genussmittel sind bisher noch verpackt. Die Vitrine, die für dieses Thema vorgesehen war, wurde für die Lange Nacht der Museen am 19. August zum Hauptthema „Made in Berlin“ gestaltet. Nach dieser Veranstaltung werden aber auch sie den Weg in die Vitrine finden. 
 

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