Objekt des Monats

Kinderkino Lilliput

Kurzgeschichten auf Filmstreifen, ein Deckel, der als Leinwand dient und eine Kurbel, die alles in Bewegung setzt. Das sind die Merkmale des Kinderkinos „Liliput“. von Nina Krasemann (16.08.2018)

Nachempfunden ist das Modell dem „Dux Kino“, einem Projektor für Filmstreifen, das bereits vor der Gründung der DDR erfunden wurde. Nach Kriegsende entwickelte Zeiss Ikon den Miniaturprojektor, die Filmstreifen lieferte die DEFA.

Märchen lebendig werden lassen

Auf den 35-mm-Filmstreifen sind Kurzgeschichten, die durch eine Kurbel vorwärtsgeführt und horizontal projiziert werden. Durch die Mechanik im Gerät werden die einzelnen Bilder abwechselnd oben und unten gezeigt, damit eine Bewegung entsteht. Besonders beliebt sind Märchen wie „Das tapfere Schneiderlein“, „Dornröschen“ und „Hänsel und Gretel“.

Ein großer Vorteil des Gerätes ist der eingebaute Trafo, der das lästige Batteriewechseln erübrigte. Durch eine einfache Verlängerungsschnur, die direkt am Gehäuse angeschlossen werden kann, erfolgt die Stromversorgung.

Der Deckel dient als Leinwand

Das Gehäuse des Projektors ist aus braunem Bakelit gefertigt. Verpackt ist das Gerät in einem Karton, dessen Deckel als Leinwand dient, im Boden ist die Bedienungsanleitung aufgedruckt. Ein separates Fach bietet Platz für die Filmstreifen. Unser Modell ist aus dem Jahr 1954 und beinhaltet 10 Filmstreifen mit kindgerechten Kurzgeschichten.

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