Reisen

Freiberg

Freiberg in Sachsen ist Silberstadt, Bergstadt und Universitätsstadt und zieht mit seinem historischen Stadtkern viele Besucher sowie Urlauber an. Lernen Sie die Silberstadt besser kennen! von Esra Kurtoglu (17.03.2017)

Silberstadt Freiberg ist Universitätsstadt und Bergstadt und liegt zwischen Dresden und Chemnitz in Sachsen. Die Stadt war sehr stark vom Bergbau geprägt, weshalb sie den Beinamen Bergstadt erhielt. In der Tourist-Information (hinter dem Rathaus) haben Sie die Möglichkeit, die Silber Card zu erwerben. Für 19,- € erhalten Sie bei ausgewählten Partner freien Eintritt oder Rabatte (z.B. Dom, Stadt- und Bergbaumuseum, terra mineralia), die Karte ist übertragbar und sogar drei Jahre gültig!

 

Die Silberstadt erleben

Die Beinamen Silber- und Bergstadt hat Freiberg natürlich nicht ohne Grund bekommen – deshalb sollten Sie bei Ihrem Besuch oder Urlaub unbedingt das Silberbergwerk Freiberg besuchen, das mit einem Gebiet von 5 mal 6 km unter der Silberstadt und darüber hinaus mit einem kompletten Streckennetz von ca. 2.000 km zu einem der größten Silberbergbaugebiete Europas zählt. Ungefähr 8.000 Tonnen Silber konnten aus dem Boden dieses Gebiets geborgen werden! Im Silberbergwerk können Sie an verschieden Touren teilnehmen und mehr über den Bergbau des 14. Bis 20. Jahrhunderts erfahren. Die Führungen finden in 60 bis 180 Meter Tiefe statt, daher ist ein wenig Mut gefragt.

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg hat eine einzigartige Dauerausstellung mit 3.500 Mineralien, Edelsteinen und Meteoriten konzipiert, die terra mineralia, die damit als die schönste Mineralienschau der Welt gilt. Auch die Atmosphäre der Mineralienschau ist etwas Besonderes, da Sie unter anderem in einem Gewölbe zu finden ist.

Das Stadt- und Bergbaumuseum vereint gleich drei Attraktivitätsfaktoren: Das fünfhundert Jahre alte Gebäude, die Geschichte Freibergs sowie die Geschichte des Bergbaus. Die einzigartigen Exponate machen das Museum besonders und erlebbar.

Die Silbermannorgel im Dom St. Marien ist mit ihrem Klang und ihrer prachtvollen Konstruktion ein Anziehungspunkt für Touristen. Der Dom gilt als Wahrzeichen Freibergs und ist bedeutendster mittelalterlicher Sakralbau. Es gibt auch die Möglichkeit, an einer öffentlichen Führung durch den Dom teilzunehmen.

Im Jahr 1410 entstand das Rathaus am Obermarkt, das einen Turmuhr und ein Porzellanglockenspiel aus Meißner Porzellan besitzt. Das Porzellanglockenspiel gibt es seit 1986 am Rathaus und ist mit der Turmuhr verbunden, so dass gespeicherte Melodien abgespielt werden können.

Ein Spaziergang durch den Stadtkern, der unter Denkmalschutz steht, ist sehr empfehlenswert! Er ist von mittelalterlichen Gebäuden und Gassen geprägt, unzerstört und hat deshalb ein besonderes Flair. Da der historische Stadtkern nicht so groß ist, kann man ihn gut zu Fuß erkunden. Hier finden Sie eine schöne Route, bei der Sie die Innenstadt und bedeutende Sehenswürdigkeiten bewundern können. Falls Sie sich lieber durch die Stadt führen lassen möchten, können Sie sich durch einen Audio-Guide oder qualifizierten Stadtführer leiten lassen. Es gibt für die Führungen feste Termine, die sich für Individualtouristen sehr gut eignen oder Führungen für Gruppen zu individuellen Terminen.

 

Literaturquellen:

  • Bruno Benthien (Hg.): „Reiseführer DDR“. 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 414-416.
  • Heinz Ufer (Hg.): „Freiberg. Brockhausstadtführer.“ 1. Auflage. Leipzig: VEB F. A. Brockhaus Verlag, 1976.
  • Stadt Freiberg - Amt für Kultur-Stadt-Marketing (Hg.): „Silberstadt Freiberg. Kultur-Stadt-Marketing". URL: http://www.freiberg-service.de/ (Stand: 14.03.2017).

Bildquelle:

  • Heinz Ufer (Hg.): „Freiberg. Brockhausstadtführer.“ 1. Auflage. Leipzig: VEB F. A. Brockhaus Verlag, 1976.

Mehr zum Thema

Online-Tickets ohne Warteschlange

Ticket kaufen