Objekt der Woche

Besondere Objekte aus unserer Sammlung

Die Sammlung des DDR Museum umfasst rund 300.000 Objekte, die fast jeden Bereich des Lebens in der DDR abdecken. Einige sind skurril, andere spannend, selten, antik, interessant oder wertvoll. Manche von ihnen stechen besonders hervor. Vier Stücke möchte ich Ihnen heute im Blog vorstellen. von Nina Krasemann (16.10.2017)

Kumpeltod  

Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein akzisefreier Trinkbranntwein, der Bergarbeitern in der DDR als Teil des monatlichen Lohns diente. Die Flaschen konnten von den Arbeitern für 80 Pfennig im Betrieb erworben werden, im Handel kostete eine Flasche mindestens das Zehnfache. Jedem Bergmann standen monatlich zwei Liter des Getränks zu. Der Handel mit den Flaschen war verboten und wurde strafrechtlich verfolgt. 

Keramikkachel 

Diese Keramikkachel wurde in der Porzellanmanufaktur Meissen hergestellt und zierte ursprünglich eine der Fassaden der Stalinbauten in der Stalinallee. Sie wurde bei der Renovierung im Jahr 1993 sichergestellt. Seit 1961 ist die Stalinallee als Karl-Marx-Allee auf den Berliner Stadtplänen zu finden. Sie führt durch die Bezirke Mitte und Friedrichshain.

Pottsuse

Hinter diesem ungewöhnlichen Namen versteckt sich eine gewürzte Schmalzfleischart, die in einer Konservendose verpackt ist. Hergestellt wurde sie von den Halko/Halberstädter Fleisch- und Wurstwarenwerken. Auch heute noch ist der Brotaufstrich in den Läden zu finden.

Fliegenpilz

Bei diesem Objekt handelt es sich um einen Rauchverzehrer. Diese Geräte waren besonders in den 50er Jahren bei Rauchern sehr beliebt. Durch eine elektrische Heizung, meist eine Glühlampe, wird Duftöl verdampft, das mit seinem Aroma den Rauchgeruch überdeckt. Außerdem wird der Rauch besser im Raum verteilt. Die Rauchverzehrer gab es in den verschiedensten Formen und Farben.

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