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Sammlungskonzeption

I. Allgemeine Grundlagen
Die DDR Museum Berlin GmbH ist als Museum gegründet und per Bestimmungsurkunde rechtsverbindlich einem musealen Zweck bestimmt. Die Gründung der DDR Museum Berlin GmbH erfolgte durch Eintrag ins Handelsregister am 23.08.2005.

Ihr Ansprechpartner:
Jörn Kleinhardt
Sammlungsleiter
T: 030 - 847 123 73 - 5
M: 0172 649 886 0
F: 030 - 847 123 73 - 9

joern.kleinhardt@ddr-museum.de

Sammlungskonzeption

Die Genehmigung der Sammlungsrichtlinien des DDR Museum erfolgte durch die Geschäftsführung des DDR Museum Berlin GmbH am 10.2.2006. Eigentümer der Sammlung ist die DDR Museum Berlin GmbH, vertreten durch Gordon Freiherr von Godin und Quirin Graf Adelmann v. A.. Hauptverantwortlicher ist die Direktion des Museums und die/der Sammlungsleiter/in.
Die maßgeblichen rechtlichen und formalen Normen des DDR Museum stellen folgende Urkunden dar:

  • Bestimmungsurkunde vom 23.08.2005
  • Gesellschaftsvertrag der DDR Museum Berlin GmbH vom 22.07.2005
  • Standards für Museum - Deutscher Museumsbund/ICOM
  • ICOM Code of Ethics

II. Befugnisse, Verantwortung und Pflichten in Bezug auf die Sammlungen
Die Befugnisse, Verantwortlichkeiten und Pflichten der Geschäftsführung/Direktion
und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf die Sammlung sind in den Anforderungsprofilen der einzelnen Funktionsgruppen darzustellen.

III. Ausstellungs- und Depotmöglichkeiten
Das DDR Museum verfügt über 1.000 m² Ausstellungsfläche, 4.000 m² Magazinfläche,
sowie 230 m² sonstige Fläche. Etwa 1% des Bestandes wird in der ständigen Ausstellung gezeigt, der Rest befindet sich in den Magazinräumen.

IV. Umfang
Die Sammlung konzentriert sich auf Zeugnisse aus der Deutschen Demokratischen
Republik und der SBZ. Das bedeutet Ostdeutschland zwischen 1945 und 1990 bzw. Zeugnisse aus anderen Regionen und Zeiten, die in direktem Bezug zu dieser stehen. Schwerpunkte und Themen sind im Sammlungskonzept festzuhalten.

V. Sammlungsziele
Zweck der Sammlung ist die Dokumentation des Lebens in der ehemaligen DDR. Die Kenntnis über das Leben in der DDR soll durch wissenschaftliche Forschung und entsprechende Vermittlung gefördert werden.
Das zu Grunde liegende Sammlungskonzept wurde am 9. Februar 2006 erstellt, wird regelmäßig (i.d.R. alle 5 Jahre) überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

VI. Akzession von Sammlungsobjekten
Die Erwerbung von Objekten, d.h. ihre endgültige Übernahme in das ständige Eigentum des Museums, erfolgt durch Akzession. Vor der endgültigen Akzession werden folgende Fragen beantwortet:

  • Ist die Herkunft des Objekts zweifelsfrei?
  • Steht das Objekt mit den Sammlungszielen im Einklang?
  • Ist die richtige Obsorge garantiert?
  • Ist die Überlassung des Objekts mit Bedingungen verbunden?
  • Ist die Nutzung durch intellektuelle Besitzrechte oder durch seine Natur eingeschränkt oder belastet? (insbesondere »Washingtoner Abkommen«)
  • Wird die Annahme künftig größere Ausgaben nach sich ziehen?

VII. Deakzession von Sammlungsobjekten
Die Aussonderung von Objekten aus dem Sammlungsgut erfolgt durch Deakzession.
Als vertretbare Gründe für eine Deakzession können gelten:

  • Verfall der materiellen Substanz
  • Fehlen oder Verlust der Dokumentation
  • Fehlen oder Verlust der musealen Relevanz
  • Restitution an einen rechtlichen oder moralischen Eigentümer
  • mangelnde Konservierungsmöglichkeit
  • mangelnde Erforschungsmöglichkeit
  • mangelnde Vermittlungsmöglichkeit
  • Optimierung des Sammlungsfundus durch besseren Ersatz
  • Änderung des Sammlungsprogramms

Die Entscheidung über eine Deakzession obliegt in Absprache mit der Direktion
des DDR Museum dem/der Sammlungsleiter/in.

VIII. Leihgaben
a) Eingehende Leihgaben, vertraglich geregelt, werden als solche gekennzeichnet
und akzessioniert.
b) Ausgehende Leihgaben des DDR Museum im Original zu Forschungs- und Ausstellungszwecken sind zulässig, wenn

  • eine entsprechende museologische Betreuung der Objekte sichergestellt ist (Facility-Report)
  • die ordnungs- und sachgemäße Aufbewahrung der Sammlungsobjekte beim Leihnehmer gewährleistet ist für die Dauer der Entlehnung ein Versicherungsvertrag (bei einem vom Eigentümer bestimmten Versicherer) abgeschlossen wird oder eine Staatsgarantie vorliegt.

Der Leihnehmer hat dem DDR Museum für den durch die Leihgabe erwachsenen
Personal- und Sachaufwand einen angemessenen Kostenersatz zu leisten. Von einem Kostenersatz für die Leihgaben kann das DDR Museum gegenüber dem Leihgeber absehen, wenn dieser ebenfalls Sammlungsobjekte (auch zu einem späteren Zeitpunkt) zu Forschungs- und Ausstellungszwecken unentgeltlich ans DDR Museum entlehnt oder es sich beim Leihnehmer um eine gemeinnützige Einrichtung handelt.

Über die Leihgebung von Sammlungsobjekten hat das DDR Museum ein Verzeichnis
zu führen, aus dem ersichtlich sein müssen:

  • die genaue Bezeichnung der Sammlungsobjekte einschließlich ihrer Inventarnummern
  • die Bezeichnung der entlehnenden Stelle
  • das Datum der Entlehnung und
  • das Datum der voraussichtlichen Rückstellung

Die endgültige Entscheidung über eingehende oder ausgehende Leihgaben obliegt in Absprache mit der Direktion des Museums dem/der Sammlungsleiter/in.

IX. Deposita
Das DDR Museum kann auch Deposita entgegennehmen. Diese Objekte befinden sich dann lediglich in seiner Verwahrung und sind weder Eigentum noch eine Leihgabe ans DDR Museum.

X. Vorsorge und Erhaltung
Das DDR Museum hat sich verpflichtet, die Sammlungen dauerhaft zu erhalten
und für die Zukunft zu bewahren. Zur Erhaltung gehören alle Maßnahmen, die einem Objekt abträgliche Veränderungen verhindern oder aufhalten. Zu den Maßnahmen der Erhaltung des musealen Sammlungsfundus gehören neben vorsorglichem Umgang die entsprechenden Umweltbedingungen und alle Vorkehrungen zur Substanzsicherung nach Maßgabe eines bestmöglichen Standards und zur langfristigen Erhaltung der Musealien nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in möglichst authentischem Zustand. In diese Maßnahme sind auch Schutz und Erhaltung der sammlungsbezogenen Dokumentation inbegriffen.