Ausstellungsnews | 13. Januar 2012
Uran für die Atombombe

Unsere erste Veranstaltung in diesem Jahr wurde diesmal einem sehr speziellen Thema gewidmet:
Uranbergbau in der DDRUran für die Atombombe

Der Historiker Dr. Rainer Karlsch stellte am gestrigen Abend die Bücher „Uranbergbau im Kalten Krieg" vor, die im Herbst 2011 in Zusammenarbeit mit dem Autor Rudolf Boch im Christoph Links Verlag erschienen sind. Der erste Band befasst sich mit eindrucksvollen Studien zur Wismut, der zweite Band zeigt ergänzende, bisher nicht einsehbare Dokumente auf.

Die Wismut mag sicher für einige ein Begriff sein, doch was verbirgt sich dahinter? Kaum jemand weiß, dass sich hinter diesem Wort einer der größten Uranproduzenten weltweit verbirgt. Die imense Menge des geförderten Metalls und die Höhe der Mitarbeiterzahl sorgten dafür, dass sich die UdSSR sehr bald an die Spitze der Uranproduzenten gearbeitet hatte.

Historiker, Sozial- uns Kulturwissenschaftler aus Deutschland und Russland widmen sich in den Bänden einem vorher nur wenig beachtetem Thema und nutzten die Einsicht in Akten und Quellen die zuvor unzugänglich waren. Karlsch und Boch decken in ihrer Lektüre die Stellung der Wismut zur Zeit des Kalten Krieges auf, gehen aber genauso auf die betrieblichen Kultur- und Sporteinrichtungen ein.


Wer diese Veranstaltung verpasst hat, hat die nächste Möglichkeit einer Buchpräsentation und Diskussion zum „Uranbergbau im Kalten Krieg" am 25.1.2012 in der Geraer Bibliothek.